Brenzlige Situationen im Tunnel

Einmal runter sausen und auf der andern Seite mit viel Schwung wieder hochradeln: Es ist einfach zu verlockend, die gesamte Fahrbahn zu nutzen. Das kann bei Gegenverkehr gefährlich werden.

Tunnel Francoper Straße: Fahrbahnmarkierungen fehlen, Radler können oft erst in letzter Minute ausweichen

Neugraben – An Schultagen geht es vor und nach dem Unterricht ganz schön wuselig im Tunnel an der Francoper Straße zu. Viele Schüler nutzen ihn, um schnell in eine der beiden nahe gelgenen Schulen oder von dort wieder nach Hause zu radeln. Doch der Tunnel ist schmal, oft kommt es zu „Beinah-Zusammenstößen“, denn jeder fährt, wie und wo er will.

Wann wurde der Tunnel gebaut?
Im Jahr 1983, als die S-Bahn in Richtung Neugraben verlängert wurde. Die Francoper Straße wird seitdem von der S-Bahnlinie geteilt. „Damit Fußgänger und Radfahrer keinen großen Umweg machen müssen, gibt es unter der S-Bahntrasse den Tunnel“, so Bahnsprecherin Sabine Brunkhorst.

Was ist das Problem?
Der Tunnel hat zu beiden Seiten einen schmalen Gehweg und in der Mitte eine gepflas-terte Fahrbahn für Radfahrer. Diese ist ebenfalls schmal, hat weder eine Markierung für die jeweilige Fahrtrichtung noch eine Mittellinie. Radfahrer nutzen oft die gesamte Breite der Fahrbahn. Kommt ein Radler entgegen, muss einer ausweichen. meistens gelingt das auch, manchmal aber nur sehr knapp.

Gibt es keine Schilder?

Am Anfang des Tunnels steht zwar ein blaues Schild, dass Radfahrer den Tunnel in beide Richtungen nutzen können, doch es ist übermalt, wird kaum wahrgenommen. Außerdem ist es einfach zu verführerisch, die gesamte Fahrbahnbreite zu nutzen, wenn man sich zu Ende des Tunnels die Steigung hochquält.

Gibt´s eine Lösung?
Möglich wäre, jeweils an der Nord- und Südeinfahrt ein vereinfacht gezeichnetes Fahrrad (Pictogramm) samt Richtungspfeil auf die Fahrbahn und auf der Fahrbahn eine durchgängige Mittellinie aufzumalen. Dann wäre klar, welche Spur in welche Richtung zu nutzen ist.

Geht das einfach so?
Nein, das muss von der Straßenverkehrsbehörde des Polizeikommissariats 47 (PK 47) geprüft werden.

Wie teuer wäre die Maßnahme?
„Schätzungsweise 500 Euro“, so Bettina Maak, Sprecherin des Bezirksamtes Harburg. Ob was gemacht wird, ist ungewiss.
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2 Kommentare
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Wolfgang Kühn aus Neugraben | 01.04.2015 | 12:12  
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Lars Frommann aus Neugraben | 15.05.2015 | 18:10  
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