Bombe steckte im Elbschlick

Wer am vergangenen Mittwoch von der Ortsdurchfahrt Finkenwerder in Richtung Dampferbrücke abbiegen wollte, kam nicht weit. Wegen einer Bombenentschärfung waren etliche Straßen gesperrt. (Foto: Annekatrin Buruck)

Blindgänger in Finkenwerder entschärft – 750 Menschen mussten evakuiert werden

von Annekatrin Buruck, Finkenwerder
Gerade erst die Kaperung der Hadag-Fähre durch junge PKK-Anhänger, und eine Woche später schon wieder Großalarm auf Finkenwerder: Dieses Mal hatte eine englische Fliegerbombe aus dem Zweiten Weltkrieg den Einsatz ausgelöst. „Der rund 250 Kilogramm schwere Blindgänger war gegen Mittag beim Entladen einer Schute entdeckt worden“, erklärt Manfred Stahl, Sprecher der Hamburger Feuerwehr. Es ist nicht das erste Mal, dass eine Bombe seit Jahrzehnten im Elbschlick versteckt liegt und erst beim Ausbaggern wieder ans Tageslicht kommt.
Die Bombe mit dem deformierten Heckaufschlagzünder wurde auf das Gelände der Stackmeisterei am Focksweg gebracht. Im Umkreis von 300 Metern mussten die Bewohner ihre Häuser verlassen – 750 Menschen waren betroffen. Für sie wurde in der Norderschule eine Notunterkunft eingerichtet. Zudem mussten 27 hilfsbedürftige Personen von Mitarbeitern des Deutschen Roten Kreuzes evakuiert werden. In einer 600-Meter-Zone um die Bombe herum wurden die Bewohner aufgefordert, in ihren Häusern zu bleiben und Fenster und Türen geschlossen zu halten.
Um kurz vor 18 Uhr war alles vorbei: Einem Sprengmeister des Kampfmittelräumdienstes gelang es, die Bombe zu entschärfen, und die Bewohner konnten in ihre Häuser zu-
rückkehren.
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