Betagte Schätzchen

Hans Jürgen Jepsen (l.) und Kai Külper laden zum ersten Oldtimer-Treffen auf Finkenwerder ein. (Foto: pr)
 
Dieser Trabant 600 (P 60) ist in etwa 50 Jahre alt und könnte gut beim Oldtimer-Treffen mitmachen. (Foto: wolfgang teuber/ pixelio)

Erstes Oldtimer-Treffen während der Karkmess

Finkenwerder - Am Sonntagnachmittag, 1. Juni, steht eine Premiere auf dem Karkmess-Programm: das Oldtimer-Treffen auf Finkenwerder! Im stilvollen Rahmen der Karkmess werden sich erstmals Liebhaber mit ihren betagten „Schätzchen“ treffen.
„Willkommen sind alle Fahrzeuge, egal ob Trecker, Lkw, Pkw oder Zweirad, die vor 1975 erstmalig zugelassen wurden“, sagt Kai Külper. Er organisiert gemeinsam mit Hans Jürgen Jepsen das Treffen. „Auf Finkenwerder und in der näheren Umgebung gibt es viele Oldtimer und noch mehr Liebhaber solcher Fahrzeuge. Die wollen wir zusammenbringen. Und die Karkmess bietet uns dafür den idealen Rahmen“ freut sich Kai Külper.
Das Oldtimertreffen auf Finkenwerder ist wie folgt geplant: Bis 16 Uhr sollen die Teilnehmer mit ihren Fahrzeugen auf der Karkmess eintreffen. Die Fahrzeuge werden auf einer etra abgesperrten Fläche abgestellt werden. So können die Besucher schon einmal einen ersten Blick aus der Distanz auf die Oldies werfen.
Gegen 17 Uhr wird zu einer kleinen Rundfahrt über die Insel aufgebrochen. Vor dem Start dürfen sich die Karkmess-Gäste auf eine Parade von rund 50 Oldtimern freuen. „Es werden fünf bis sechs Zweiräder sowie je zur Hälfte Traktoren und Autos dabei sein. Hinni Rüter mit seinem his-torischen Trecker und Udo Heuer mit seiner Lambretta aus den 50ern werden beispielsweise unter den Teilnehmern sein“, so Kai Külper.
Wer bei der Fahrt über die ehemalige Elbinsel Finkenwerder dabei sein möchte, ist willkommen.„Wir bitten um einen kleinen Obolus. Diese Einnahmen kommen dem Schulverein der Westerschule und der Initiative Augen auf Ghana zugute“, erklärt Külper (Näheres zum Verein siehe unten).
Nach dem Inseltripp trifft man sich zu „Benzingesprächen“ bei Hamburger Rundstück warm und flotter Musik im Festzelt. „Besonders gefreut hat uns, dass wir mit André Rudeloff einen Paten für diese Treffen gefunden haben. So können wir den Teilnehmern einen Wimpel und einen Erinnerungsaufkleber überreichen“, freuen sich die beiden Organisatoren.

Mitfahren für den guten Zweck
Die Einnahmen aus der Oldtimer-Rundfahrt gehen an den Verein „Augen auf Ghana“ 
Finkenwerder - Wer bei der Inselrundfahrt in einem der Oldtimer mitfahren möchte, wird um einen Obolus gebeten. „Diese Einnahmen kommen dem Schulverein der Westerschule und der Initiative „Augen auf Ghana“ zugute“, erklärt Kai Külper. Er organisierte gemeinsam mit Hans Jürgen Jepsen das erste Oldtimer-Treffen auf der Elbinsel. Der Schulverein ist bekannt, doch was macht der Verein „Augen auf Ghana“?
Er ermöglicht Menschen in Ghana, sich die Augen untersuchen zu lassen. In Ghana kostet eine solche Untersuchung sechs Euro. Geld, das viele Menschen nicht aufbringen können – aufgrund mangelhafter Ernährung, intensiver Sonneneinstrahlung und schlechter hygienischer Zustände erblinden sie.
Einem solchen Schicksalhat Maschenka Jennert den Kampf angesagt. Sie sammelt unermüdlich Spenden, um Augenuntersuchungen in Ghana zu ermöglichen. Ihr ist dieses Projekt eine Herzenssache. Sie ist seit ihrer Geburt blind.
Seit Herbst vergangenen Jahres hat der 2009 gegründete Verein in den ehemaligen Räumen von Eisen Achner einen Laden eröffnet. Wer gut erhaltene Sachen besitzt, die nicht mehr gebraucht werden, kann sie hier abgeben. Und damit gleich doppelt Freude schenken: zum einen den neuen Nutzern, die die Sachen für einen kleinen Obulus erwerben, zum anderen den Menschen in Ghana. Denn alle Einnahmen aus dem Laden fließen in den verein. „Allein mit den Einnahmen im Januar konnten wir 138 Waisen und deren 57 Betreuer an den Augen untersuchen lassen. Das sind alle Menschen, die im Waisenhaus „Kumasi Children´s Home“ leben und arbeiten“, freut sich Maschenka Jennert. Im Laden sind ebenfalls 14 Helfer ehrenamtlich tätig.
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