Bei den Kindern wird gespart

Dahilft kein sehnsuchtsvoller Blick: Der Bezirk Harburg wird im nächsten Jahr 90.000 Euro in der Kinder - und Jugendarbeit einsparen. (Foto: pr)

Bezirk Harburg: 90.000 Euro weniger für die Kinder- und Jugendarbeit

Wahba/Istel, Süderelbe – Die neue Kürzungsrunde in der offenen Kinder- und
Jugendarbeit (OKJA) im Bezirk Harburg trifft auch Süderelbe empfindlich. Insgesamt will der Bezirk 90.000 Euro weniger für Kinder und Jugendliche ausgeben.

Die Falkenflitzer in Heimfeld und Langenbek und das Nachmittagsangebot des Margaretenhortes im Freizeitzentrum Sandbek - hier werden 8.586 Euro eingespart - sind von den aktuellen Kürzungen betroffen. Das Spielmobil Falkenflitzer, dass außer in Süderelbe auch in Harburg-Kern unterwegs ist, betreut unter anderem Kinder in den Flüchtlingsunterkünften im Bezirk. Insgesamt – so der Beschluss des Jugendhilfeausschusses der Harburger Bezirksversammlung – sollen bei diesem Projekt knapp 22.800 Euro eingespart werden.
Bereits im Jahr 2012 hatten die kommunalen und freien Träger, die die verschiedenen Projekte für Kinder und Jugendliche im Bezirk Harburg betreiben, eine Kürzung von insgesamt 236.000 Euro hinnehmen müssen.

Auf den ersten Blick kommt Süderelbe gut weg

Die Linke wirft der Harburger Politik vor, die jetzigen „Kürzungen ohne fachliche Rechtfertigung“ durchgezogen zu haben. Auf den ersten Blick scheint Süderelbe glimpflicher davongekommen zu sein als Harburg-Kern. Setzt man die zu erwartenden Gelder für das Jahr 2016 ins Verhältnis zu den Einwohnern, kommen auf jeden Einwohner in Süderelbe 27,4 Euro, in Harburg-Kern nur 17,2 Euro.
Ein Grund zum Jubeln ist das nicht. Denn in Süderelbe sind viele neue Flüchtlingsunterkünfte vorhanden oder werden geplant. Besonders in Neugraben, Neuwiedenthal, Neuenfelde und Sandbek wird für die Kinder- und Jugendarbeit zusätzlich Geld gebraucht.
Doch das gibt es nicht.
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