Bedienen sich die Neuen Liberalen bei den Themen der Harburger GRÜNEN Fraktion?

Isabel Wiest (Foto: Reinhold)

Die Pressemitteilung der GRÜNEN hatte es in sich: Die Bürgerschaftskandidatin Dr. Gudrun Schittek wirft der erst kürzlich aus der Partei der GRÜNEN ausgetretenen Vorsitzenden der Neuen Liberalen ein abfischen der GRÜNEN Wähler vor. Mangels eigener Ideen würde sie die Themen der GRÜNEN Fraktion kopieren.

Besonders ein Interview, das Isabel Wiest anlässlich eines Parteitages der Neuen Liberalen am 11. Januar dem NDR-Hörfunk gab, war für Dr. Gudrun Schittek wohl schwer zu ertragen. "Wenn man morgens aus Harburg mit der S-Bahn fährt fühlt man sich fast wie in einem Viehtransporter", wird Frau Wiest von ihr zitiert. Dr. Gudrun Schittek führt weiter aus: "Zum einen eine abstoßende Wortwahl, die dem Angebot des HVV nicht gerecht wird. Zum Zweiten kopiert Frau Wiest exakt ein Thema, für das wir GRÜNEN im Bezirkswahlkampf und jetzt im Bürgerschaftswahlkampf kämpfen. Es geht um die Überlastung der S3 in den Spitzenzeiten. Wir fordern schon lange die Taktverdichtung der S 3 und damit eine bessere Anbindung von Harburg, Süderelbe und den umliegenden Landkreisen. Wir wollen ein besseres Angebot im ÖPNV, damit Bürgerinnen und Bürger ein gute und schnelle Alternative zum PKW haben. Offenbar versuchten die Neuen Liberalen, bei den GRÜNEN und der FDP Stimmen abzufischen, ohne sich die Mühe zu machen, eigene Inhalte zu entwickeln. Ich bin aber sicher, dass die Wählerinnen und Wähler zwischen Original und Fälschung unterscheiden können“.

Mit diesem Vorwurf konfrontiert antwortet Isabel Wiest: „Man mag aus guten Gründen die Partei wechseln, die Überzeugungen aber bleiben. Folglich setze ich mich auch weiterhin für meine Herzensthemen und meine Wähler ein. Der Verlust zweier profilierter Verkehrspolitiker und der damit verbundenen Kompetenz ist sicher schmerzlich. Ein Copyright auf verkehrliche Missstände in Harburg kann aber nicht die Lösung sein.”

Der ebenfalls ehemalige GRÜNE und nun Fraktionsvorsitzender sowie Bürgerschaftskandidat der Neuen Liberalen sieht sich als Opositionspartner und sagt: „Die Grünen sollten sich freuen, dass sie in der Verkehrspolitik einen politischen Partner an ihrer Seite haben. Es ist absurd, uns Themenklau vorzuwerfen, schon deshalb, weil sowohl Frau Wiest als auch meine Person maßgeblich an der Erstellung des Grünen Bezirkswahlprogramms mitgewirkt haben. Wir Neue Liberalen verbinden klassische liberale Forderungen mit sozialen und ökologischen Positionen. Wir wollen eine nachhaltige und umweltfreundliche Verkehrspolitik für die Menschen in Harburg machen. Dazu ist ein deutlicher Ausbau des ÖPNV erforderlich“, so Kay Wolkau abschließend.
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