Baustelle im Dornröschenschlaf

Eingeschränkter Wohngenuss: Entlang des nördlichen Striepenweges stapeln sich seit Monaten Paletten mit Steinen. Der Geh- und Radweg soll neu gemacht werden. Aber nichts passiert.

Der Geh- und Radweg im Striepenweg soll neu gepflastert werden –
aber seit Monaten passiert nichts

Neuwiedenthal - Wenn Hans Rasehorn aus der Tür seines schmucken Bungalows tritt, sieht er erst einmal – eine Wand aus Steinen. Im nördlichen Striepenweg sollen Geh- und Radweg erneuert werden. Die Steine liegen – palettenweise gestapelt – schon seit Monaten da. Aber es tut sich nichts.

„Die letzten Arbeiten waren im Dezember vergangenen Jahres“, ärgert sich Rasehorn. „Seitdem wurde nichts, aber auch gar nichts mehr gemacht. Das verstehe ich einfach nicht. Der Winter war doch mild. Da hätten die doch durcharbeiten können!“
Das wäre in der Tat möglich gewesen. „Dass der Winter mild wird, war nicht absehbar“, rechtfertigt Beatrice Göhring den Stopp der Bauarbeiten. Sie ist Sprecherin des Bezirksamtes Harburg.

Die Baustelle ist ein
Selbstbedienungsladen


Also ist seit Mitte November letzten Jahres zwischen den Häusern Striepenweg 11 bis 19 eine Baustelle eingerichtet. Aber die Bagger stehen nur herum, umgekippte Halteverbotsschilder liegen auf dem Rasen entlang des Gehweges. Und es türmen sich palettenweise Steine entlang der Straßenseite. „Das ist doch richtig gefährlich. Wenn ich rückwärts aus meiner Ausfahrt fahre, sehe ich gar nicht, ob jemand kommt“, ist Rasehorn empört. Und meint ironisch: „Das Problem erledigt sich ja mittlerweile langsam von selbst: Es fehlen ja schon palettenweise Steine. Die werden von Woche zu Woche weniger.“
Wer zahlt? „Für den Schwund an den ungeschützten Steinen kommt die Firma auf. Das Bezirksamt bezahlt die fertig erbrachte Leistung“, so Göhring. Auf Deutsch: der Steuerzahler. Denn die Baufirma wird die Steine dem Bezirksamt wohl in Rechnung stellen.
Und wann geht´s weiter? „Ich habe bei der Baufirma angerufen. Die sagen, nach Ostern. Aber bis dahin vergehen auch wieder ein paar Wochen“, ist Tischlermeister Raseholz empört. Auch Beatrice Göhring hat keine bessere Nachricht: „Wenn die Frostgefahr nicht mehr gegeben ist, wird weiter gebaut. Die Fertigstellung ist für den Sommer 2015 vorgesehen.“
Dann ist das Großprojekt abgeschlossen: Die Geh- und Radwege zu beiden Straßenseiten werden für 298.000 Euro erneuert sein.
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1 Kommentar
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Wolfgang Kühn aus Neugraben | 19.03.2015 | 18:19  
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