Baumarktkette Max Bahr ist insolvent

Ab sofort wird bei der Baumarktkette nur nach verkauft, was im Regal steht – neue Ware gibt es vorerst nicht. (Foto: Max Bahr)
Nach der Pleite der Praktiker-Baumärkte Anfang Juli, hat nun auch die Unternehmens-Tochter Max Bahr beim Amtsgericht Hamburg wegen Überschuldung und Zahlungsunfähigkeit Insolvenz angemeldet. Wie das Unternehmen mitteilte, habe sich vor dem Hintergrund der Pleite des Mutterkonzerns Praktiker ein Warenkreditversicherer zurückgezogen und unterstütze Lieferanten nicht mehr. „Wirtschaftlich geht es Max Bahr nicht schlecht, aber wenn keine Ware mehr reinfließt, können wir nicht mehr verkaufen“, sagt Unternehmens-Sprecherin Jessica Horn. Für die Kunden solle sich vorerst nichts ändern. Horn betont: „Die Läden bleiben ganz normal geöffnet und der Verkauf geht weiter.“ Bestellungen werden jedoch nicht mehr angenommen. Max Bahr beschäftigt bundesweit 3.700 Mitarbeiter an 132 Standorten. Im Hamburger Süden gibt es zwei Märkte, in der Cuxhavener Straße 366 und in der Buxtehuder Straße 62. In Neugraben müssen nun 40 Teil- und Ganztagskräfte um ihre Jobs bangen, in der Harburger Filiale sind es 27. Ihr
nächstes Gehalt bekommen die Max-Bahr-Mitarbeiter nicht mehr von ihrem Arbeitgeber ausgezahlt, sondern als Insolvenzgeld über die Arbeitsagentur. Das Amtsgericht bestimmte den Rechtsanwalt Jens-Sören Schröder zum vorläufigen Insolvenzverwalter. Er will nun die wirtschaftliche Lage des Unternehmens klären, neue Investoren suchen und so möglichst viele Arbeitsplätze retten.
 auf anderen WebseitenSenden
Schon dabei? Hier anmelden!
Schreiben Sie einen Kommentar zum Beitrag:
Spam und Eigenwerbung sind nicht gestattet.
Mehr dazu in unserem Verhaltenskodex.