Baulücke trotz Wohnungsnot

Wohnraum wird gesucht, doch an der Kreuzung Am Neugrabener Bahnhof / Ecke Süderelbebogen prangt noch immer eine Baulücke. Es konnte kein Investor gefunden werden. (Foto: sl)

Am Neugrabener Bahnhof 1: Kein Investor, kein Neubau – neue Verhandlungen laufen

Langner/Istel, Neugraben - Die Stadt Hamburg braucht bezahlbaren Wohnraum. Auf dem städtischen Grundstück Am Neugrabener Bahnhof könnte ein fünfgeschossiges Haus mit mehr als 60 Wohnungen, einem Laden im Erdgeschoss und einer Tiefgarage entstehen. Dass dort gebaut werden soll, ist in der Politik beschlossene Sache. CDU-Fraktionschef Ralf Dieter Fischer: „Das war vor drei Jahren. Inzwischen könnte man ja denken, dass das Haus schon bewohnt ist. Aber da ist bisher gar nichts passiert. Warum nicht?"
Einfache Antwort: Weil der Projektentwickler Anfang dieses Jahres wieder abgesprungen ist. Doch von vorne: Eigentümer des 2.742 Quadratmeter großen Flurstücks mit der Nummer 7071 ist der Landesbetrieb Immobilienmanagement und Grundvermögen Hamburg (LIG). Er gehört zur Finanzbehörde. Der LIG fand einen Projektentwickler, der bereits Pläne für das Haus erstellt hatte und sie umsetzen wollte.
Kein Geldgeber, kein Bau
Aber es gab keinen Geldgeber. „Trotz großflächiger Suche konnte bis Ende 2013 kein In-vestor gefunden werden, der das Vorhaben realisiert“, sagt Pressesprecher Daniel Stricker. „Daraufhin gab der Projektentwickler das Grundstück Anfang 2014 zur freien Vermarktung an den LIG zurück.“ Auf Deutsch: Der Projektentwickler hat hingeschmissen. Jetzt muss der LIG einen neuen Anlauf unternehmen, einen Projektentwickler und einen Investor zu finden.
Die Zeichen stehen gut: Seit Juni dieses Jahres laufen Gespräche zwischen dem LIG und dem Bezirk Harburg einerseits und einer neuen Projektgesellschaft andererseits. Sollte man sich einigen, darf der LIG das Grundstück zwölf Monate lang keinem Dritten anbieten. Im Gegenzug verpflichtet sich der neue Projektentwickler, alles auf die Reihe zu kriegen – also beispielsweise Baupläne zu erstellen, die notwendigen Bauvorbescheide einzuholen und die Finanzierung sicher zu stellen. Ob es klappt? Man darf gespannt sein!
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Beate Claussnitz aus Altstadt | 12.11.2014 | 06:39  
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