Anwohner setzen neue Bushaltestelle durch

Wann kommt der Bus? Die Bewohner der Anlage Norderdeich 118 E freuen sich darauf, dass bis zum Sommer eine neue Bushaltestelle in der Nähe ihrer Wohnungen eingerichtet werden soll. (Foto: Annekatrin Buruck)

Finkenwerder: Ab dem Sommer hält die Buslinie 150 auch am Norderdeich

von Annekatrin Buruck
Wenn Thea Künning aus Finkenwerder von ihrer Wohnung am Norderdeich 118 E mit dem Bus in die Stadt fahren will, muss sie rund vierhundert Meter zu Fuß gehen. So weit ist nämlich die nächste Haltestelle der Linie 150 am Norderschulweg entfernt. Für die Seniorin ist das zu viel. „Ich kann schlecht laufen“, begründet sie. Will sie ihre Familie an der Rudolf-Kinau-Allee besuchen, hat sie das gleiche Problem. Die nächste Haltestelle in Richtung Cranz ist ungefähr genauso weit weg.
Seit die neuen Seniorenwohnungen am Norderdeich fertig sind, gibt es dort mehr als 20 ältere Menschen, die genau zwischen den beiden Stopps Norderschulweg und Kneienblick wohnen. Sie haben sich gemeinsam für eine zusätzliche Bushaltestelle stark gemacht: Mit Erfolg.
„Es wird eine neue Haltestelle in der Nähe der Wohnanlage eingerichtet“, erklärte Ralf Neubauer, SPD-Vorsitzender in Finkenwerder. An ihn hatte sich Adolf Jürgs, im Namen der Bewohner des Norderdeichs 118 E, mit der Bitte um Hilfe gewandt. Nach einer Ortsbesichtigung durch Mitarbeiter des Bezirksamts Mitte, der Hamburger Hochbahn und der Polizei gab es schnell grünes Licht.
In Richtung Cranz liegen die beiden bestehenden Haltestellen nämlich 800 Meter auseinander, in Richtung Altona sind es immerhin noch 600 Meter. „Als Richtwert für die Entfernung zwischen zwei Haltestellen gelten bei uns 500 Meter“, erklärte Gisela Becker, Pressesprecherin des Hamburger Verkehrsverbundes (HVV).
In Richtung Cranz soll auf der Höhe der Hausnummer 54 nun eine Haltestelle mit einem kleinen Unterstand eingerichtet werden. In Richtung Altona ist lediglich ein Haltestellenmast mit Fahrplan vorgesehen. Im Sommer soll alles fertig sein.
Anschließend muss die neue Haltestelle dann in den Fahrplan eingearbeitet werden. Die Fahrtzeit des 150er Busses dürfte sich dabei aber kaum verlängern. „Im Schnitt liegen die Ein- und Aussteigezeiten bei rund 20 Sekunden“, so Gisela Becker. Da an anderen Stellen im Fahrplan noch Luft ist, kann man die neue Haltestelle wohl problemlos einarbeiten.
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