Amt will Kiosk, Betreiber soll zahlen

Das Bezirksamt Mitte möchte im Rüschpark einen Kiosk mit Toilettenanlage errichten, wie es ihn auch schon am Rissener Bahnhof gibt (kleines Foto). Schön für die Besucher des Rüschparks, die sich sicherlich über Toiletten freuen würden. Doch die Kosten für das gesamte Gebäude soll allein der zukünftige Betreiber tragen. (Foto: ch/jenafoto24/pixelio)

Bezirksamt Mitte will im Rüschpark einen Kiosk samt Toilettenanlage haben - aber kaum was dafür zahlen

- Finkenwerder- Im Rüschpark hat man einen wunderschönen Blick auf die Elbe und die vorbeifahrenden „großen Pötte“ aus aller Welt. Wer Hunger bekommt oder ein gewisses Bedürfnis verspürt, der ist aufgeschmissen: Weder gibt es im Park einen Kiosk noch eine Toilette. Deshalb will das Bezirksamt Mitte einen Kiosk samt Toilettenanlage am Wendehammer des Rüschweges bauen lassen.
So stellt sich die Behörde das Projekt vor: Der Betreiber soll das Gebäude auf eigene Kosten bauen und langfristig – bis zu 30 Jahre – betreiben. Das 400-Quadratmeter-Grundstück bleibt im Besitz der Stadt, der Betreiber hat Pacht zu zahlen. Die Erschließungskosten trägt der zukünftige Eigentümer. Das Bezirksamt stellt eine einmalige Beteiligung daran mit bis zu 60.000 Euro in Aussicht. „Das ist ein attraktiver Standort. Der Yachthafen ist nahe, und im Sommer kommen viele Touristen. Ich gehe davon aus, dass Bedarf da ist“, so der CDU-Politiker Matthias Lloyd.
Die Sprinkenhof AG (SpriAG), der man den Bau und Betrieb des Kiosks bereits angeboten hat, sieht das anders. „Ein vor einiger Zeit stationierter Imbisswagen hat vermutlich aufgrund mangelnder Kundschaft den Standort nach kurzer Zeit wieder aufgegeben“, so Henning Tants. „Ohne eine Übernahme der Kosten für Erschließung und Bau sehen wir keine Möglichkeit, das Projekt an dem geplanten Standort zu realisieren.“
Auf Deutsch: Es gibt keine Kunden. Das Geld für Bau und Betrieb des Kiosks wäre deshalb nur schwer wieder reinzuholen. Der Kiosk müsste dafür ganzjährig geöffnet sein. Doch im Winter gibt es nicht so viele Parkbesucher. Folglich lehnte die SpriAg das Angebot ab.
Wer den Sprung in die Selbstständigkeit mit dem Kiosk im Rüschpark wagen will, kann sich bei Claudius von Rüden bewerben.

Kontakt:
Claudius von Rüden
Fachamt Management
des öffentlichen Raumes
Bezirksamt Hamburg-Mitte
Tel. 428 54-2331


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