Altenwerder: Nur die Kirche gibt es noch

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Vergangenheit und Zukunft auf einen Blick: Vom Kirchhof in Altenwerder sieht man die St. Gertrud-Kirche und eine der beiden großen Windkraft-Anlagen. (Foto: Annekatrin Buruck)

Tag des offenen Denkmals: Förderverein der St. Gertrud-Kirche zeigt Foto-Ausstellung und bietet Führungen an

von Annekatrin Buruck, Altenwerder
Sie ist die letzte Zeugin des einstigen Fischerdorfes Altenwerder: Wer auf der A 7 aus Richtung Süden kommt, sieht den Turm der St. Gertrud-Kirche auf der rechten Seite liegen – überragt von Hamburgs größten Windrädern. Der Rest von Altenwerder musste in den 70er Jahren einem Containerterminal weichen. „Aber die Kirche lebt“, freut sich Anneliese Schauberg, Erste Vorsitzende des Vereins zur Förderung und Erhaltung der St. Gertrud-Kirche Altenwerder. Davon können sich Besucher am kommenden Wochenende, dem Tag des offenen Denkmals, überzeugen. Am 8. und 9. September öffnet das Gotteshaus von 12 bis 17 Uhr seine Türen.
Um 13 Uhr und um 15 Uhr bieten die Mitglieder des Fördervereins je zwei rund einstündige Führungen durch die Kirche und den Friedhof an. „Wir erzählen von der Geschichte der Kirche, des Dorfes Altenwerder und der Aussiedlung seiner Bewohner“, kündigt Schauberg an. Zudem gibt es vor Ort eine Fotodokumentation und einen Film über die Geschichte des ehemaligen Fischerdorfes zu sehen.
Die Altenwerder Kirche wurde in zwei Abschnitten errichtet. 1831 entstand das Kirchenschiff im neoklassizistischen Stil. 1895 kam der 62 Meter hohe Turm hinzu. „Der damalige Gemeindeteil Neuhof hatte gefordert, dass der Turm auch über den Köhlbrand hinweg zu sehen sein müsse“, weiß Schauberg.
Besonders sehenswert in der Kirche sind die über dem Altar angebrachte Kanzel, der alte Taufstein und die 1895 für 2.000 Goldmark gestiftete mechanische Kirchturmuhr. Schauberg: „Sie wird bis heute noch jede Woche von unserem Küster Georg Schindler per Hand aufgezogen.“ Heute gehört die Kirche zur Thomasgemeinde von Hausbruch. Jeden zweiten und vierten Sonntag im Monat und an Feiertagen wird in Altenwerder ein Gottesdienst gefeiert. Auch Taufen, Konfirmationen und Hochzeiten gibt es noch.


So kommt man hin:
Öffentliche Verkehrsmittel:
Mit den HVV-Buslinien 250 und 251 bis zur Haltestelle „BAB-Auffahrt Waltershof“. Der Fußweg (rund 800 Meter) ist ausgeschildert. Mit der HVV-Buslinie 151 bis zur Haltestelle „Am Altenwerder Kirchtal“.
Bus-Shuttle vom Bahnhof Altona, Sonnabend, 8., und Sonntag, 9. September 11.30 bis 16.30 Uhr stündlich, zurück 12 bis 17 Uhr stündlich.
Auto: Über die A7 zur Ausfahrt Waltershof, dann der Ausschilderung „Autohof Altenwerder“ folgen. Aus Richtung Süden auch über die Waltershofer Straße und der Beschilderung „Autohof“ und „Altenwerder“ folgen. Unter der Autobahn durchfahren und den kleinen Schildern zur Kirche folgen. BK
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