Alte Schulranzen helfen beim Lernen

„Ich werde in einem Jahr meinen Ranzen auch spenden“, ist sich die Drittklässlerin Finja heute schon sicher.

Familien in armen Ländern haben oft kein Geld für Schulsachen – mit gespendeten Ranzen sind die Kinder für die Schule gerüstet

Neugraben - Geschafft! Die Viertklässler können sich freuen: In wenigen Tagen werden sie die Grundschule beendet haben. Nur noch die Sommerferien überstehen, dann besuchen sie eine weiterführende Schule. Natürlich bekommen die meisten Kinder dafür einen neuen, gut ausgestatteten Ranzen. Und was passiert mit dem alten? Er kann für bedürftige Kinder gespendet werden. Einfach in der Stadtteilschule Fischbek Falkenberg abgeben, wo Kerstin Böhm und Claudia Riepe die „Schulranzen Aktion“ betreuen.

Wir kamen sie auf die Idee?
Kerstin Böhm: „Als unsere Kinder aus der vierten Klasse entlassen wurden, bekamen sie neue Ranzen. Die alten Schulmappen auf dem Dachboden oder im Keller zu lagern, dafür waren sie zu schade, denn sie waren gut erhalten. Also überlegten wir uns, sie für Kinder zu spenden, denen es nicht so gut geht.“

Wie haben sie die Idee in die Tat umgesetzt?
„Wir nahmen Kontakt mit dem Verein Global Aid Network (GAiN) auf. Dort gibt es die Schulranzen Aktion. Ausgediente Schulranzen werden gesammelt und in Länder gebracht, in denen Armut herrscht. Für die Schulausstattung der Kinder bleibt kein Geld übrig. Mit der Spende eines Ranzens fördert man die Bildungschancen eines Kindes. Und man signalisiert: Du bist nicht allein, es denkt jemand an Dich.“
Was kann gespendet werden?
„Natürlich zuerst einmal ausgediente, gut erhaltene Schulranzen. Wer möchte, kann den Ranzen auch mit Heften, Zeichenblöcken, Buntstiften, Kugelschreiber, Linealen und anderen Schulartikeln füllen. Wir freuen uns auch über Kinderkleidung, Plüschtiere und Spenden für den Transport der Ranzen.“

Wohin kommt „mein“ Ranzen?
„Unsere Ranzen werden abgeholt und zu einer Sammelstelle gebracht. Von dort gehen sie nach Gießen, dem Sitz des Vereins GAiN. Dann werden sie zu bedürftigen Kindern in alle Welt verschickt, beispielsweise nach Afrika, Irak oder nach Litauen. Wer möchte, kann eine ausgefüllte Rückmeldekarte am Ranzen anbringen. Sie wird vom „Empfänger-Kind“ zurückgesendet. Das kann aber einige Monate dauern. Auf der Karte können „Spender-Kinder“ auch eine Nachricht für „Empfänger-Kinder“ hinterlassen.“

Abgabetermine für Ranzen
- bis 9. Juli (letzter Schultag)
- in der ersten großen Pause am 9. Juli
- Donnerstag, 10. Juli, 11-13 Uhr
Hausmeisterwohnung

- nach den Sommerferien das ganze Jahr über im FalkHus
Stadtteilschule
Fischbek Falkenberg
Heidrand 5
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