Alles unter einem Dach

Nur dieses Tor trennt das Vereinsgelände der Hausbruch-Neugrabener Turnerschaft vom Sportplatz Opferberg. „Noch muss man 300 Meter rüber zur Einfahrt der Sportanlage laufen“, erklärt HNT-Vizepräsident Mark Schepanski. Wenn sein Verein am 1. Januar 2013 den Platz von der Stadt übernimmt, wird sich das ändern.

Hausbruch-Neugrabener Turnerschaft übernimmt städtischen Sportplatz Opferberg

Noch ist das Tor zwischen der Tennisanlage der Hausbruch-Neugrabener Turnerschaft (HNT) und dem Sportplatz Opferberg geschlossen. Doch schon bald braucht der HNT-Vizepräsident Mark Schepanski keinen Schlüssel mehr, um auf den benachbarten städtischen Sportplatz zu gehen. Denn zum 1. Januar 2013 übernimmt sein Verein die Leitung des Opferbergs. Die Verträge mit dem Bezirk Harburg sind bereits unterschrieben. „Für uns als Verein ist das der richtige Schritt“, freut sich Schepanski.
Schon 2008 hatte die HNT Interesse am Opferberg angemeldet. Schließlich nutzte der Verein die direkt angrenzende Anlage intensiv – rund 25 Kurse, hauptsächlich Leichtathletik und Fußball, werden angeboten. „Damals war das aber politisch nicht gewollt“, sagt Schepanski. Das ist nun anders: „In anderen Bezirken hat man bereits gute Erfahrungen mit der Übernahme durch Sportvereine gemacht. Wir sind fest davon überzeugt, dass die HNT als großer Verein die notwendigen Kompetenzen mitbringt“, sagt Bezirksamtsleiter Thomas Völsch.
Doch was genau ändert sich für den Verein und seine rund 5.000 Mitglieder? Die wichtigste Änderung: Ab Januar kann die HNT selbst entscheiden, wann sie die Anlage nutzen möchte – Anträge beim Bezirksamt entfallen. Damit eröffnen sich viele neue Möglichkeiten, das Sportangebot weiter auszubauen. „Wir wollen vor allem unsere Fußballabteilung vergrößern“, betont Schepanski. Die sei auf etwa 110 Mitglieder geschrumpft. Der kleine Grandplatz der Anlage eigne sich dabei ideal als Trainingsplatz für neue Jugendmannschaften. Zudem soll der Opferberg als Ausgangspunkt für Outdoor-Sport wie Walking und Mountainbiking im benachbarten Regionalpark Rosengarten dienen. „Es geht darum, ein hervorragendes Sportangebot für die Region zu entwickeln. Der Opferberg soll zur Stadtteilsportanlage werden“, sagt Schepanski.
Und auch für den Bezirk entstehen Vorteile durch die Übergabe der Anlage. Er spart Geld, denn an den Verein fließen nur 90 Prozent der bisherigen Betriebskosten und 50 Prozent der Personalkosten – insgesamt sind das rund 41.000 Euro. Schepanski: „Das ist knapp kalkuliert, aber wir müssen mit dem Geld auskommen.“ Möglich sei das unter anderem, weil die HNT auf Ehrenamtliche setzt.
Bevor der Bezirk den Sportplatz jedoch abgibt, stehen noch einige Arbeiten an. So sollen zum Beispiel die Weitsprung- und Kugelstoßanlagen an die neusten Standards angepasst werden. Und auch nach der Übergabe bleibt der Bezirk Harburg als Eigentümer verantwortlich, wenn am Opferberg Reparaturen anfallen.
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