Alex´ Leidenschaft: Autos eindellen

Wie verbrauchen Autos weniger Energie? Alexander Erhart hat sich überlegt, dass Dellen ins Auto (r.) gemacht werden sollten. So könnte der Luftwiderstand reduziert werden.

Gymnasium Süderelbe: Alexander Erhart ist einer von drei Elftklässlern,
die beim Regionalwettbewerb von Jugend forscht einen Preis einheimsten

Neugraben – Alexander Erhart drückt Dellen in Autos, und kassiert dafür keine Anzeige, sondern – eine Auszeichnung! Der Elftklässler aus dem Gymnasium Süderelbe belegte den dritten Platz beim Regionalwettbewerb von Jugend forscht. Zwei seiner Mitschüler aus dem Profil „Energie und Umwelttechnologie“, Jonas Röper und Lukas Borutta, schafften es mit ihrem neu entwickleten Asphalt sogar auf Platz zwei. Die Auszeichnungen bescherten dem Gymnasium den Schulpreis 2014 von Jugend forscht über 1.000 Euro.
Warum schlägt Alexander Erhart Dellen in Autos? Ist er schlecht drauf?
Alexander: „Nein, es geht um den Luftwiderstand bei den Autos. Öl und damit Benzin werden immer knapper. Deshalb habe ich mir überlegt, wie man den Luftwiderstand bei Autos senken kann. Und kam auf Golfbälle.“
Wieso Golfbälle? 
AE: „Die müssen gut fliegen und haben deshalb Einwölbungen, „Dimples“. In den Dellen ist Luft. Wenn Luft über Luft gleitet, reduziert das die Reibung. Die Idee habe ich auf Autos übertragen.
Deshalb sind bei meinem Automodell viele Dellen.“
Ist die Idee nicht total abgefahren?
AE: „Nein! Die Industrie arbeitet an ähnlichen Konzepten.“
Eine ähnlich spektakuläre Idee hatten Jonas Röper (JR) und Lukas Borutta (LB). Sie experimentierten mit weißem Asphalt. Was ist denn daran interessant?
JR: „In Städten kann es bis zu 15 Grad wärmer als auf dem Land sein. Das ist der so genannte Hitzeinsel-Effekt. Der dunkle Beton und Asphalt speichert Hitze.“
LB: „Da haben wir gedacht, wir machen den Asphalt heller. Helles speichert nicht so viel Wärme wie Dunkles.“
Woher kam der Asphalt?
JR: „Wir haben schwarzen Reparaturasphalt im Baumarkt gekauft und weißes Farbpulver reingemischt.“
Wie fanden sie die richtige Mischung heraus?
LB: „Wir haben mit verschiedenen Graustufen experimentiert und die Proben mit einer Lampe aufgeheizt. So lang, bis wir das beste Preis-Leistungsverhältnis hatten. Zu hell durfte der Asphalt nicht werden, sonst blendet er den Autofahrer, wenn Sonne draufscheint.“
Mit ihren Ideen heimsten die drei auch 1.000 Euro für die Schule ein. Was wird von dem Geld angeschafft?
Schulleiter und Physiklehrer
Thomas Fritsche überlegt nicht lange: „Davon werden wir Experimentiermaterial kaufen!“ 


Verliehene Preise:

Drei Ehrungen gab´s schon

Das Gymnasium Süderelbe schafft die vierte Auszeichnung in Folge. Für die wissenschaftliche Arbeit wurde die Schule im Jahr 2011 für die Entwicklung eines Motors, der nur mit Wasserstoff arbeitet, mit dem Titel „Wasserstoff-Schule“ ausgezeichnet. Ein Jahr später folgte die Ehrung als „Schule mit ausgezeichneten Kooperationen – MINT-Unterricht mit Praxisbezug“ für die naturwissenschaftlichen Oberstufenprofile. Die Erforschung schadstoffarmer Brennstoffzellen bescherte der Schule ein Jahr später den Schulpreis 2013. „Es freut mich, dass die Schule über Jahre hinweg so hohe Anerkennung genießt“, so Schulleiter Thomas Fritsche.
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