Afghane schreibt seinen ersten Roman auf Deutsch

Faruq Mirahmadi flüchtete im Jahr 2000 nach Hamburg. Heute lebt er in Süderelbe und legt jetzt seinen ersten Roman vor – auf Deutsch. (Foto: pr)
NEUWIEDENTHAL.

Deutsch ist für ihn eine Fremdsprache.

Doch der aus Afghanistan geflüchtete Faruq Mirahmadi schreibt Bücher in dieser Sprache, die er vor 17 Jahren erst einmal lernen musste. Am Sonntag, 4. Juni, kann man ihn beim Literaturcafé im Striepensaal, Striepenweg 40, ab 16 Uhr treffen. Er wird sein Buch „Schabo und Suhrab“ vorstellen, eine afghanische Romeo-und-Julia-Geschichte.
In seinem Erstlingswerk erzählt Mirahmadi diese tragische Liebesgeschichte zweier Liebenden aus verfeindeten Familien und macht gleichzeitig seiner Heimat, die er wegen des Krieges verlassen musste, eine Liebeserklärung. Er schreibt ganz bewusst auf Deutsch und nicht in einer der beiden Sprachen Afghanistans, Paschtu oder Persisch. „Ich bin mit meiner Familie im Jahr 2000 nach Deutschland geflüchtet. Niemand traute mir zu, auf Deutsch zu schreiben, beispielsweise Formulare auszufüllen“, erinnert sich der promovierte Ingenieur für Heizungs- und Lüftungsbau.
Das weckte den Ergeiz des 58-Jährigen. „Ich will auf Deutsch schreiben“, beschloss er. Auch seine Familie bestärkte ihn in seinem Vorhaben. Und siehe da: „Nach den ersten 20 Seiten gefiel es mir, mich in Deutsch auszudrücken.
Am Sonntag wird der Organisator des Literaturcafés, Dieter Wehrbrink, aus „Schabo und Suhrab“ vorlesen. Anschließend wird der Autor Faruq Mirahmadi Fragen der Zuhörer beantworten. Der Eintritt zur Lesung ist frei. KI
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