Ärger um Supermarkt an der Cuxe

Der geplante Umzug des Autohauses Rubbert in das ehemalige Gebäude der Firma Eisen-Wolff ist offenbar vom Tisch. Foto: mag (Foto: Marion Göhring)

Neugraben: Geplante Änderung des Bebauungsplans stößt auf Widerstand

von Marion Göhring
Der geplante Umzug des Autohauses Rubbert hat hinter den Kulissen für mächtigen Ärger gesorgt. Der Vorsitzende des SPD-Distrikts Neugraben-Fischbek, Arend Wiese, will einer Änderung des Baurechts nicht zustimmen, die dem Einzug eines Rewe-Marktes in die Immobilie an der Ecke Cuxhavener Straße/Bauernweide erst ermöglicht. Der große Knall konnte aber vermieden werden, weil die SPD-Fraktion in der Bezirksversammlung Harburg auf Wieses Stimme nicht angewiesen ist. CDU und FDP – und damit eine breite Mehrheit – sind auch für einen neuen Bebauungsplan.
Wie berichtet, will das Autohaus Rubbert nach mehr als 30 Jahren seinen jetzigen Standort an der Ecke Bauernweide aufgeben und weiter östlich an der B73 neu eröffnen. Lange Zeit hieß es, Rubbert wolle das Grundstück an der Ecke Försterkamp nutzen, auf dem bis 2010 die Firma Eisen-Wolff ihr Geschäft hatte. Doch das hat sich offenbar zerschlagen.
Auf jeden Fall will Rewe in dem alten Autohaus an der Bauernweide jetzt einen Vollsortiment-Supermarkt eröffnen. Das gibt der bisherige Bebauungsplan aber nicht her, erschließt nämlich Einzelhandel an dieser Stelle aus. Warum? Arend Wiese: „Man will das Neugrabener Zentrum nicht unnötig schwächen.“ Das habe sich die Politik nicht einfach ausgedacht, das Bezirksamt habe sogar bei Dr. Lademann & Partner, einem renommierten Gutachterbüro, eine umfangreiche Untersuchung zur Nahversorgung in Neugraben-Fischbek und Hausbruch in Auftrag gegeben. Die Gutachter kommen zu dem Schluss: „Wir empfehlen, eine weitere Neuansiedlung von Nahversorgungsbetrieben entlang der B73 zu verhindern.“ Es gebe aber durchaus noch einen Bedarf für weitere Versorger, die sollten aber innerhalb des Neugrabener Zentrums oder in Neuwiedenthal angesiedelt werden. Wenn man unbedingt einen Standort außerhalb des Neugrabener Zentrums suche, dann komme nur das unmittelbare Bahnhofsumfeld in Betracht.
Arend Wiese: „Ich kann nicht verstehen, warum das alles nicht mehr gelten soll.“ Er fürchtet, dass Rewe auf dem Rubbert-Gelände einen Markt eröffnet. Und dieser werde später dann in einen Penny-Discountmarkt (gehört ebenfalls zum Rewe-Konzern) umgewandelt.
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5 Kommentare
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Jochen Elter aus Wilhelmsburg | 28.09.2011 | 10:48  
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Andreas Scharnberg aus Neugraben | 29.09.2011 | 23:02  
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Jochen Elter aus Wilhelmsburg | 30.09.2011 | 05:40  
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Andreas Scharnberg aus Neugraben | 30.09.2011 | 11:04  
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Jochen Elter aus Wilhelmsburg | 30.09.2011 | 13:58  
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