60 Parkplätze fallen weg

So könnte der Blankeneser Marktplatz aussehen: kleine Grüninseln mit Bänken und Fahrradständern, die Wertstoffcontainer sind unter die Erde verlegt. (Foto: arbos Freiraumplanung GmbH & Co. KG)

Blankeneser Markt: Der erste Entwurf zur Umgestaltung liegt vor – kein Parken mehr an marktfreien Tagen

Tischler/ Istel, Blankenese - Der Wunsch vieler Blankeneser: Der Marktplatz soll neu gestaltet werden. So stimmten im Rahmen einer öffentlichen Anhörung in der Aula der Stadtteilschule nur eine Handvoll der rund 200 Gäste gegen das Vorhaben. Allerdings hat die Abstimmung keine bindende Wirkung. Es ging den Stadtplanern lediglich darum, ein Meinungsbild zu erstellen, an dem sich der Verkehrsausschuss der Bezirksversammlung Altona orientieren kann.

Neuer Marktplatz wird um die 1,5 Millionen Euro kosten

Zuvor hatte Peter Köster von der arbos Freiraumplanung GmbH & Co. KG zusammen mit Hans-Dieter Junker (Schmeck Junker Ingenieurgesellschaft mbH) je einen Entwurf mit und ohne Markt vorgestellt. Köster betonte, dass es sich um die erste Planungsstufe handele. In den Entwurf eingeflossen sei das Ergebnis der insgesamt fünf vorausgegangenen Werkstattgespräche. „Hier herrschte unter den Teilnehmern schließlich bis auf einen Punkt Einstimmigkeit“, betonte Köster. Offen sei derzeit nur noch die Frage um den Ort und die Größe des Markthauses.
Klar ist: Auf dem zentralen Blankeneser Platz soll weiterhin der Markt stattfinden. Busse, Autos, Radfahrer und Fußgänger sollen ihn ohne Schwierigkeiten erreichen können.
Der erste Entwurf sieht 41 Pkw-Parkplätze mit Parkscheinautomaten beim Markt sowie 64 Fahrradstellplätze vor. Für den schönen An- und Ausblick von den Bänken auf dem Marktplatz sollen die Hecken zur Kirche hin verschwinden. Im Gegenzug will man in der Blankeneser Bahnhofstraße ein Dutzend Bäume pflanzen. Die Wertstoffcontainer auf dem Marktplatz sollen unter die Erde verschwinden. „Es geht uns hier um ein Gesamtkonzept von Bahnhofstraße über den Marktplatz bis hin zur Elbchaussee“, erläutert Köster.
Klingt gut, doch die Blankeneser kritisierten den Entwurf massiv: Er sieht vor, dass an marktfreien Tagen nicht mehr auf dem Platz geparkt werden darf. 60 Parkplätze fielen so weg.
„Wir bekommen durch die Parkraumbewirtschaftung viel mehr Wechsel“, begründete dagegen Carsten Butenschön, Fachamtsleiter im Dezernat Wirtschaft, Bauen und Umwelt im Bezirksamt Altona. Auf Deutsch: Die Parkautomaten sollen vor allem Dauerparker dazu bewegen, vom Marktplatz zu verschwinden und in der Tiefgarage am Sülldorfer Kirchenweg zu parken.
Wann die Umgestaltung beginnt, ist noch offen. Wahrscheinlich im Jahr 2017. Kosten wird das Projekt vermutlich rund 1,5 Millionen Euro.
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