500 neue Wohnungen

Um diese Fläche geht´s (rot markiert): Zwischen Ohrnsweg und Landesgrenze, zwischen Bahntrasse und Cuxhavener Straße sollen 500 Sozialwohnungen gebaut werden ­– für den allgemeinen Wohnungsmarkt.  (Foto: pr)

In Sandbek-West werden überwiegend Sozialwohnungen gebaut –
einziehen sollen Menschen mit geringem Einkommen, nicht nur Flüchtlinge

Andreas Göhring, Fischbek

Jetzt wird geklotzt! Der ungebremste Zustrom von Flüchtlingen zwingt die Stadt zu ungewöhnlichen Maßnahmen – wenn sie ihre Verantwortung ernst nimmt. Kaum war der Schock verklungen, den die Ankündigung eines Dorfs aus Holzhäusern für mehr als 3.000 Flüchtlinge nördlich des ehemaligen OBI-Baumarkts ausgelöst hatte, machte eine neue Hiobsbotschaft die Runde: Alle sieben Hamburger Bezirke sind aufgefordert eine Fläche auszuweisen, auf der in kürzester Zeit 500 Wohnungen hochgezogen werden können. Sie sollen dem Wohnungsmarkt allerdings erst in 15 Jahren zur Verfügung stehen, vorher werden sie nur an Geflüchtete vergeben.
Diese Nachricht kam für die Öffentlichkeit über Nacht. Hinter den Kulissen muss sie schon eine gewisse „Vorlaufzeit“ gehabt haben, denn SPD-Kreisvorsitzender Frank Richter hatte seine Bezirksfraktion schon gut eine Woche vorher aufgefordert, für das Gebiet Sandbek-West einen Bebauungsplan aufzustellen und dort den Wohnungsbau zu forcieren.

Anerkenntnis für gute Flüchtlingsarbeit

Und so ist es keine Überraschung, dass der Bezirk genau diese Fläche für den Bau von 500 Wohnungen im Schnellverfahren gemeldet hat. CDU-Kreisvorsitzender Ralf-Dieter Fischer: „Das lag auf der Hand: Das Gebiet ist sogar schon in unserem Koalitionsvertrag mit der Harburger SPD benannt worden.“
Noch mal vielleicht 1.500 Flüchtlinge mehr? „Der Senat hat anerkannt, dass der Bezirk Harburg und seit neuestem auch der Bereich Süderelbe viel für die Aufnahme der Flüchtlinge leistet“, sagt Jürgen Heimath, Chef der SPD-Fraktion in der Bezirksversammlung.
Deshalb werde für den Bezirk Harburg eine Ausnahme gemacht. So heißt es denn aus dem Senat: Für Sandbek-West ist kein Schwerpunkt der Flüchtlingsunterbringung vorgesehen. Von Beginn an sollen dort „überwiegend“ öffentlich geförderte Wohnungen entstehen, die auch sofort dem allgemeinen Wohnungsmarkt zur Verfügung stehen.
Fischer erinnert daran, dass das Gebiet ursprünglich als Fläche für weitere Logistikbetriebe vorgesehen war. Im Vertrag der Großen Koalition sei dann Wohnungsbau und „nicht störendes Gewerbe“ gefordert worden. „Das Gute ist, dass wie bei der Entwicklung des Bebauungsplans freie Hand haben.“
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1 Kommentar
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Wolfgang Kühn aus Neugraben | 13.10.2015 | 21:51  
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