1.500 Flüchtlinge weniger

Die Bauarbeiten für die Flüchtlingsunterkunft Am Aschenland II laufen bereits. Jetzt muss umgeplant werden, da statt der geplanten 3.000 Menschen nur 1.500 Flüchtlinge einziehen werden. (Foto: mag)

Statt der vorgesehenen 3.000 Schutzsuchenden wird nur die Hälfte der Schutzsuchenden Am Aschenland II einziehen

Neugraben - Zähe Verhandlungen der Bezirks-SPD und Harburger Verwaltung mit den Fachbehörden, Anträge von SPD und CDU – aber nun ist es amtlich: Am Aschenland II werden nur 1.500 Flüchtlinge einziehen. Geplant war eine Massenunterkunft für 3.000 Leute. Damit ist eine Kernforderung der Bürgerinitiative Neugraben-Fischbek (BINF) erfüllt. Doch so richtig glücklich ist die BINF damit immer noch nicht. Und wo kommen die 1.500 Schutzsuchenden jetzt hin, wenn sie nicht nach Neugraben ziehen?
Erst einmal herrscht im Stadtteil Erleichterung: Die Großsiedlung ist vom Tisch. „Wir hoffen, dass dieser Erfolg nicht nur zu einer deutlichen Entlastung, sondern auch zu einer entspannteren Diskussion im Stadtteil führt, damit die Konzentration nunmehr darauf gerichtet werden kann, die Menschen in den Einrichtungen willkommen zu heißen und sie in unsere Gesellschaft zu integrieren“, sagt SPD-Politiker Jürgen Heimath.
Die BINF ist damit nicht zufrieden. „Am Standort werden dann in zwei Folgeunterkünften (Am Aschenland I und II) und der Zentralen Erstaufnahme bis zu 2.700 Flüchtlinge untergebracht“, sagt Jan Greve.

BINF: nur 1.500 Flüchtlinge im gesamten Stadtteil


Und er macht noch eine andere Rechnung mit Blick auf den gesamten Stadtteil Neugraben-Fischbek auf. Hier gibt es insgesamt drei Folgeunterkünfte (Am Aschenland I und II sowie in der Cuxhavener Straße) mit 2.150 Plätzen. Greve: „Die Bürgerinitiative hält weiterhin an ihrem Ziel fest, eine Anzahl von 1.500 Plätzen in Folgeunterkünften im gesamten Stadtteil Neugraben-Fischbek nicht zu überschreiten.“
Der Bauplan Am Aschenland II wird erst einmal geändert: „Am morgigen Mittwoch werden Gespräche zur Bauplanung aufgenommen. Die Fläche ist reduziert. Die Häuser werden anders verteilt als ursprünglich vorgesehen“, so Kerstin Graupner. Die Sprecherin des Zentralen Koordinierungsstabs Flüchtlinge beruhigt: „Alle integrativen Maßnahmen werden beibehalten.“ Auf Deutsch: das Ärztezentrum und ein Supermarkt soll es dort weiterhin geben.
Die 1.500 Flüchtlinge, die nicht nach Neugraben kommen, werden „im ganzen Bezirk Harburg und in ganz Hamburg untergebracht“, so Graupner.
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