130 Matratzen für Flüchtlinge

Flüchtlinge halfen, die 130 Matratzenzu entladen. (Foto: DRK)

Kreisverband des Deutschen Roten Kreuzes (DRK) Hamburg-Harburg sicherte sich die Spende im Internet

Fischbek - Innovativ und effektiv: Das DRK Harburg schaute im Internet nach Spenden für die Flüchtlinge im ehemaligen Obi-Markt. Als ein Vier-Sterne-Hotel 300 Matratzen bei der Facebook-Gruppe „Hamburger Flüchtlinge“ anbot, sicherte sich das DRK 130 Einzelbettmatratzen. Die 170 Doppelbett-Matratzen gingen an eine Bremer Hilfsorganisation.

Sind die Matratzen neu?
Nein, sie waren sechs Jahre in Gebrauch, sind aber noch in einem sehr guten Zustand.

Was ist mit der Hygiene?
Vor Gebrauch werden die Matratzen mit einem wasserdichten PU-Überzug versehen. Das ist auch bei nagelneuen Matratzen üblich, weil die Bezüge bei Bewohnerwechsel desinfiziert werden können.

Wie kam alles in die Unterkunft am Geutensweg?
Eine Spedition spendete die Auslieferung.

Ist die Spende schon in Gebrauch?
Nein, die Flüchtlinge schlafen immer noch auf Feldbetten, in denen selbstaufblasbare Luftmatratzen liegen. „Die bestellten Stockbetten werden voraussichtlich erst Mitte Oktober geliefert werden“, sagt DRK-Sprecherin Paola Rentsch. „Aufgrund der großen Nachfrage herrscht Produktionsstau.“ Bis die neuen Betten kommen, lagern die Matratzen in speziellen Containern hinter dem ehemaligen Baumarkt.

September Zahlen
Hamburg hat im September 10.100 Flüchtlinge aufgenommen. Davon verblieben 2.886 Schutzsuchende in der Hansestadt, die anderen wurden in andere Bundesländer gebracht. Die im September Hamburg zugewiesenen Flüchtlinge stammen überwiegend aus Syrien (1.242), Afghanistan (635), Irak (270), Eritrea (208) und Albanien (119).
Insgesamt sind in diesem Jahr bislang 35.021 Flüchtlinge nach Hamburg gekommen, von denen 13.179 auch hier bleiben.
Ende September gab es in Hamburg an 24 Standorten Zentrale Erstaufnahmen mit rund 16.200 Plätzen zur Unterbringung von Flüchtlingen, davon 4.200 in Zelten. Bis zum Jahresende sind, nach derzeitigen Plänen, weitere 10.750 Plätze vorgesehen. Der Hamburger Senat hat jetzt Anselm Sprandel (56) zum Flüchtlingskoordinator ernannt. Er soll sich um die Schaffung von weiteren Unterbringungsplätzen kümmern. OZ
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1 Kommentar
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Jens Bend aus Eissendorf | 09.02.2016 | 09:43  
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