100 Wohnungen weniger

Bekommt die Uwe-Seeler-Halle eine direkte Zufahrt von der B73? (Foto: mag)

SPD/CDU-Koalition: Abgespeckter Bebauungsplan, kein Hochhaus-Turm auf dem Röttiger-Gelände

Bernhard Bruno, Fischbek - Fast zehn Jahre lang wurde an den Plänen für die künftige Nutzung der Röttiger-Kaserne herumgezerrt. Nun soll Schluss sein: bis Ende des Jahres soll der Bebauungsplan Neugraben-Fischbek 66 (NF 66) beschlossene Sachen sein. Und doch wird an den bisherigen Plänen noch einiges geändert.
Hinter den Kulissen haben sich nämlich SPD und CDU in ihren Koalitionsverhandlungen auf ein paar nachträgliche Änderungen geeinigt, die unverkennbar die Handschrift von CDU-Chef Ralf-Dieter Fischer tragen. So wird es in letzter Minute doch noch eine deutliche Reduzierung der Wohneinheiten geben. Jetzt sollen es nur noch „maximal 685 bis 690“ werden. Das sind rund 100 Wohnungen weniger als die Planer der IBA Hamburg GmbH, vorsahen.
Ist das nun Wunschdenken einiger Bezirkspolitiker? Bisher war eine Reduzierung der Wohneinheiten immer am Widerstand der Finanzbehörde gescheitert, die mit möglichst hohen Verkaufserlösen die Erschließungskosten pro Quadratmeter senken und damit die Grundstücke attraktiver machen wollte. „Nein, wir haben alle Punkte vorher mit den Fachbehörden abgestimmt“, sagt Fischer. „Deshalb haben die Verhandlungen auch so lange gedauert.“
Die IBA-Planer mussten auch bei den Geschosshöhen nachgeben. Auf dem Plateau in der Mitte des ehemaligen Kasernengeländes sollten markante, bis zu sieben Stockwerke hohe Wohnhäuser entstehen. Diese sind jetzt auf fünf Geschosse begrenzt worden. Nur vier Geschosse darf dagegen das Einzelgebäude haben, das am Ende der „Planstraße 1“ am Rand des Naturschutzgebiets entstehen soll. Die Planer hatten von einem weithin sichtbaren Bau geträumt, der als eine Art architektonischer Leuchtturm auf die neue Siedlung aufmerksam machen sollte. Die FDP-Bezirksabgeordnete Viktoria Pawlowski fasste die Kritik an diesem Plan so zusammen: „Es ist den Menschen in den Einzelhäusern nicht zuzumuten, dass ihnen die Leute vom Turm aus ständig in den Garten blicken.“
Später soll auch noch untersucht werden, ob die Uwe-Seeler-Halle, die zurzeit ein wenig vereinsamt im Wald steht, eine direkte Anbindung zur B73 bekommt.
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