Wasserrettungszüge des DLRG-Bezirks Nordheide für ihren Hochwassereinsatz gewürdigt

Wasserrettungszug Landkreis Harburg
 
Ortsgruppe Neu Wulmstorf mit Zugführer Dirk Westermann, links

Auch zwölf Mitglieder der Ortsgruppe Neu Wulmstorf wurden geehrt

Amelinghausen. Am 16.Februar lud der Vorstand des DLRG-Bezirks Nordheide zum Neujahrsempfang in die Lopautalhalle nach Amelinghausen ein. Hier sollten in Zusammenarbeit mit dem DLRG Landesverband Niedersachsen und dem Landrat des Landkreises Lüneburg die beim Elbehochwasser 2013 eingesetzten Helfer während einer Feierstunde geehrt werden. Zwischen dem 5. und 14.Juni letzten Jahres waren dreiundneunzig Katastrophenschutzhelfer der zwei Wasserrettungszüge Landkreis Harburg und Landkreis Lüneburg in Tripkau, Hohnstorf und Darchau im Einsatz, um Deiche zu erhöhen, Treibgut zu bergen und Deicharbeiten wasserseitig abzusichern.

Unter den gut zweihundert Einsatzkräften, Angehörigen und Gästen befanden sich auch elf Helfer der Ortsgruppe Neu Wulmstorf mit Begleitung.Sie waren in Tripkau und in Hohnstorf eingesetzt.

Bei Kaffee und Kuchen wurden als Gäste der Landrat des Landkreises Lüneburg Herr Manfred Nahrstedt, die stellvertretende ehrenamtliche Landrätin LK Lüneburg, Frau Ziemer (SPD), der Bürgermeister von Amelinghausen, Herr Völker, der Oberbürgermeister Stadt Lüneburg, Herr Mädge und die Bürgermeister der Gemeinden und Städte Adendorf, Amt Neuhaus, Bleckede, Dahlenburg sowie die Landtagsabgeordnete Frau Schröder Ehlers, die Heidekönigin Lara-Sophie Sebastian, der Vorsitzende des KatS-Ausschuss des LK Lüneburg, Herr Hublitz, der Ortsbeauftragte des THWs, OV Lüneburg, Herr Perkuhn, vom KVK Herr Oberstleutnant Jäkel, vom ASB Herr Maruhn und der Landeseinsatzleiter DLRG LV Niedersachsen, Wolfgang Leskau begrüßt.

Die Gastrednerinen und -redner lobten die gute Arbeit der DLRG in ihren Orten im "Tagesgeschäft", in der Schwimmausbildung d und in der Jugendarbeit. Für dieses Engagement wurde gedankt. Besonders gedankt wurde für den professionellen Einsatz während des Hochwassers.Ohne die Hilfe der DLRG wäre die Katastrophe nicht so glimpflich abgelaufen.

Wolfgang Leskau hob die gute Zusammenarbeit zwischen den DLRG-Zügen und mit anderen Hilfsorganisationen hervor. Er stellte aber auch fest, dass der DLRG bessere Ausrüstung zur Verfügung gestellt werden müsse, um diese Aufgaben bewältigen zu können. Daran wird gearbeitet. Seine Rede schloss er mit dem Satz " Auch beim nächsten Einsatz werden wir für die Bevölkerung wieder da sein".


In seiner Rede,die er portionsweise in das Geschehen einfliessen ließ, umriss Bezirksleiter Matthias Groth die tägliche Arbeit des rund 5800 Mitglieder zählenden Bezirks und ging im Besonderen auf den Hochwassereinsatz ein. Er erwähnte, das einige Nachwuchskräfte ihren ersten Einsatz gut gemeistert hätten und dass das besonenne Handeln jedes Einzelnen dafür sorgte, dass keine Einsatzkraft erkrankte oder verletzt wurde. Namentlich nannte er den Zugführer des Wasserrettungszuges LK Harburg Dirk Westermann, der erst im Februar 2013 zum Bezirks stieß und wenig später den Zug erfolgreich im Einsatz führte. Hierbei bedankte er sich bei allen Hilfskräften für ihren Einsatz. Seine Rede beendete er mit kritischen Anmerkungen in Richtung der Verwaltungen. Während die finanziellen Zuwendungen des Landkreises Harburg für den dortigen Wasserrettungszug erfreulich seien, lasse die Unterstützung von anderen Stellen zu wünschen übrig. Auch hinterlasse die lange Bearbeitungszeit bei Schäden am eingesetzten KatS-Material und das Zuständigkeitsgerangel bei den Verdienstausfallabrechnungen keinen positiven Eindruck.

Landrat Manfred Nahrstedt ging in seiner Rede darauf ein. Aktuelle Projekte werden unterstützt und man müsse überlegen, wie man noch besser unterstützen könne. Jedoch sei sein Landkreis nicht so reich wie der Landkreis Harburg.

Die Ehrung wurde durch Landrat Manfred Nahrstedt und Landeseinsatzleiter Wolfgang Leskau, unterstützt von einigen Gästen, vorgenommen. Verliehen wurde die Niedersächsische Hochwassermedaille 2013 und das Ehrenzeichen der DLRG, für besondere Verdienste im ehrenamtlichen Wasserrettungsdienst während der Flutkatastrophe Frühjahr/Sommer 2013.

Einer der Helfer sagte: " Den Dank der Bevölkerung erhielten wir schon im Einsatz. Reihenweise Kuchenspenden, ein schattiger Garten wurde zum Ausruhen in den Pausen zur Verfügung gestellt und am letzten Abend wurden wir zum Grillen eingeladen. Die Dankbarkeit, die heute hier von den Gästen aus den betroffenen Regionen ausgestrahlt wird, zeigt, dass wir gute Arbeit geleistet haben.

Diesen erhaltenden Dank möchte die Ortsgruppe an ihre Familien und Arbeitgeber weitergeben, ohne deren Einstellung zu diesem Ehrenamt der Einsatz so nicht möglich gewesen wäre.
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