Kommunalwahl: Ohne Helfer geht es nicht

Thomas Kratzke, Fachdienstleiter für Ordnung und Sicherheit, hat die Kommunalwahl organisiert. Foto: as
Neu Wulmstorf: Rathaus Neu Wulmstorf |

Am Wahlsonntag sind 16 Rathausmitarbeiter und 186 Ehrenamtliche im Einsatz

Für die meisten Neu Wulmstorfer dauert die Kommunalwahl am 11. September höchs-tens eine halbe Stunde. Ab 8 Uhr machen sie sich auf den Weg in eines der 22 Wahllokale und setzen drei Kreuze auf dem grünen Wahlschein für die Gemeinderatswahl und noch mal drei auf dem grauen für die Landkreiswahl. Thomas Kratzke hingegen macht sich auf einen Zwölf-Stunden-Tag gefasst, denn er ist dafür verantwortlich, dass am Wahlsonntag alles reibungslos abläuft.
Bereits seit sechs Wochen dreht sich für den Verwaltungsmitarbeiter alles nur noch um die Wahl. Viel Arbeit, doch der 46-Jährige lässt sich durch nichts aus der Ruhe bringen. Schließlich organisiert er schon seit 2002 Wahlen im Rathaus und hat viel Erfahrung gesammelt. Auch dass nur wenige Tage vor dem Wahlsonntag noch immer nicht alle benötigten 186 Helfer gefunden sind, sorgt bei ihm höchstens für Schulterzucken. „Es fehlen ja nur noch ein paar“, sagt Kratze gelassen. Einfach ist die Suche nach Ehrenamtlichen nicht. Nur wenige seien bereit, ihren Sonntag für die kleine Aufwandsentschädigung zu opfern. Kratzke: „Mit 30 Euro locken sie nicht jeden hinter dem Ofen vor.“ Dennoch gibt es einen Stamm von Helfern, die zum Teil schon seit 20 Jahren in den Wahllokalen sitzen und Stimmen auszählen. Um die restlichen aufzutreiben, musste Kratzke knapp 600 Briefe verschicken.
Insgesamt sind am Wahlsonntag 16 Verwaltungsmitarbeiter im Einsatz. Sie stehen den Helfern in den Wahllokalen bei Problemen als Ansprechpartner zur Verfügung und sorgen dafür, dass im Rathaus, wo alle Bürger die Hochrechnungen live verfolgen können, alles glatt läuft. „Dafür gibts einen Tag frei“, versichert Bürgermeister und Wahlleiter Wolf-Egbert Rosenzweig.
Unverzichtbar sind auch die Mitarbeiter der EDV-Abteilung. Sie kümmern sich um die Telefonanlage, damit sie nicht im entscheidenden Moment streikt. Denn wenn um 18 Uhr die Wahllokale schließen, warten im Rathaus alle gespannt auf die ersten Schnellmeldungen. „Dafür stehen hier drei Telefonleitungen bereit“, erklärt Kratzke. Den ers-ten Anruf erwartet er gegen 18.45 Uhr aus Rübke. Kratzke: „Das ist das kleinste Wahllokal mit nur 437 Wahlberechtigten.“
Auf die Schnelligkeit kommt es jedoch weder ihm noch dem Wahlleiter an. „Sorgfalt geht vor“, sagt Rosenzweig. Er hofft zudem auf eine hohe Wahlbeteiligung: „Alle Neu Wulmstorfer Bürger sollten wählen gehen. Die Kommunalwahl ist ihre direkte Handhabe, denn alle Entscheidungen, die im Gemeinderat fallen, betreffen unmittelbar ihren Wohnort.“


Die Wahl in Zahlen:

Wahlberechtigte: 16.873
davon Erstwähler: 930
Wahllokale: 22 und ein Briefwahllokal
Wahlhelfer: 186
Kosten: 24.500 Euro
Wahlbeteiligung 2006: 48,6 Prozent
Aktuelle Hochrechnung auf:
www.neu-wulmstorf.de
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