Kommunalwahl in Neu Wulmstorf: SPD erstmals stärkste Partei im Gemeinderat

Mareike Wolff, Tobias Handtke und Roselies Schnack (v.l.) vertreten die SPD im Gemeinderat. Die Sozialdemokraten haben bei der Kommunalwahl am Sonntag ihr bisher bestes Ergebnis eingefahren. Foto: pr (Foto: SPD Neu Wulmstorf)
Neu Wulmstorf: Rathaus Neu Wulmstorf |

Grüne und SPD sind die Gewinner, FDP und UWG die Verlierer

Die Neu Wulmstorfer haben gewählt: Vergangenen Sonntag machten sich 48,1 Prozent der 16.830 Wahlbeteiligten auf den Weg in eines von 22 Wahllokalen und gaben ihre Stimme ab. Im Vergleich zur letzten Kommunalwahl 2006 sank die Wahlbeteiligung diesmal nur um 0,5 Prozent. Wo die Wahlberechtigten jedoch ihre Kreuze setzten, unterscheidet sich zum Teil deutlich von der letzten Wahl und wird jetzt für Stühlerücken im Gemeinderat sorgen.
So haben sich die Grünen mit 11 Prozent exakt doppelt so viele Stimmen gesichert wie 2006 und verfügen nun über vier Sitzen im Gemeinderat. Das wurde ausgiebig gefeiert. „Wir sind hocherfreut“, sagt Ortsverbandssprecher Michael Krause glücklich. „Besonders weil wir jetzt in den Ausschüssen stimmberechtigt sind.“
Keinen Grund zur Freude haben die Liberalen. Ganz dem Bundestrend folgend erlitten sie einen dramatischen Stimmenverlust. Die FDP erreichte nur noch 4,3 Prozent der Stimmen – 2006 waren es noch 11,3 Prozent – und verlor drei ihrer Sitze im Gemeinderat. Damit hat sie nur einen Sitz, ebenso wie Gemeinderats-Neuling die Partei Die Linke. Auch die Unabhängige Wählergemeinschaft erlitt einen Einbruch und verlor zwei ihrer fünf Sitze.
Weniger dramatisch ist das Wahlergebnis der CDU: Die Neu Wulmstorfer Christdemokraten verzeichneten weder einen Stimmenverlust noch -gewinn und behalten mit einem Wahlergebnis von 34,4 Prozent ihre zwölf Sitze.
Ein historisches Ergebnis hat die SPD eingefahren. Mit einem Stimmenzuwachs von 6,7 Prozent und 13 Sitzen sind die Sozialdemokraten zum ersten Mal stärkste Fraktion im Gemeinderat. Rein rechnerisch könnten die Genossen jetzt eine Koalition mit den Grünen eingehen und hätten zusammen mit der Bürgermeisterstimme 18 der insgesamt 35 Stimmen und damit die Mehrheit im Rat. „Dafür sehe ich keinen Grund“, winkt Tobias Handtke, Ortsvorsitzender und Spitzenkandidat der SPD, ab. „Wir haben bisher immer in den Ausschüssen um gemeinsame Lösungen gerungen und sind damit gut gefahren.“ Gute Ideen gebe es schließlich bei allen Parteien, so Handtke.
Das endgültige Wahlergebnis gibt die Gemeinde nach der heutigen Sitzung des Wahlausschusses bekannt.
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