US-Minister weihte Kirche ein

Kirchweihe im Jahre 1965: Ezra Taft Benson (US-Landwirtschaftsminister unter Dwight D. Eisenhower) , seine Frau Flora und der damalige Gemeindeleiter Harald Fricke (v.l.) posieren stolz neben der Gedenktafel. (Foto: pr)
 
Ein Zeitungsausschnitt aus dem Jahr 1963: Der Rohbau ist fertig, die Betonarbeiten am Turm werden ausgeführt. Die Kirche entwarf der Reinbeker Architekt Horst G. Münchow. (Foto: pr)

Jetzt feiern die Heiligen der Letzten Tage das 50-jährige Kirchweihjubiläum mit einem großen Fest

Wilhelmsburg - 17 Jahre lang mussten die Mitglieder der Kirche Jesu Christi der Heiligen der Letzten Tage (Mormonen) in Kirchdorfer Schulen oder in einer Baracke in der Zeidlerstraße ihre Gottesdienste feiern. Doch im Jahre 1965 war Schluss damit: Die eigene Kirche in der Vering-straße 119 war fertig. Jetzt wird am Sonnabend, 27. Juni, auf den Tag genau nach 50 Jahren das Kirchenjubiläum mit einem großen Fest gefeiert.
Die erste Katastrophe überstand die Kirche schon, als gerade das Fundament gegossen war: „Wie durch ein Wunder blieb das frisch geschüttete Fundament von der Sturmflut verschont“, erinnert sich Gemeindemitglied Martin Klier an den Baubeginn im Jahre 1962. Die Firma konnte problemlos den Rohbau errichten.

Das Mastschwein starb, es gab weniger Geld

Dann hieß es für die Gemeindemitglieder: Ärmel hochkrempeln! „Wir alle arbeiteten jede freie Minute auf dem Bau, oft bis spät in die Nacht. Dann habe ich meinen Motorroller laufen lassen, damit wir Licht hatten. Durch verschiedene Aktionen versuchten wir, Geld für den Bau zu erwirtschaften. Eine Gemeindeschwester mästete deshalb in ihrem Schrebergarten zwei Säue mit den Essensresten, die ihr die anderen Mitglieder vorbeibrachten. Leider fiel der Erlös geringer aus als erwartet, weil ein Schwein bedauerlicherweise verstarb“, erinnert sich der jetzige Bischof der Gemeinde, Peter Mössner.
Am 27. Juni 1965 war es dann so weit: Nachdem alle Rechnungen beglichen waren, konnte das schuldenfreie Kirchengebäude von Ezra Taft Benson eingeweiht werden. Der Glaubensbruder war unter Dwight D. Eisenhower Landwirtschaftsminister.
Seitdem dient die Kirche den Mitgliedern aus Wilhelmsburg, Harburg und der Veddel als Versammlungsort. Die Gemeinde Wilhelmsburg ist eine von fünf Gemeinden im Hamburger Stadtgebiet. In Deutschland leben zirka 40.000 der weltweit über 15 Millionen Mitglieder der Kirche Jesu Christi der Heiligen der Letzten Tage.


Kirchweihfest
Kirche Jesu Christi der
Heiligen der Letzten Tage
Veringstraße 119
Sonnabend, 27. Juni
10-17 Uhr: Vorträge,
Familienforschung,
Kinderprogramm,
Flohmarkt, Zaubershow
Sonntag, 28. Juni
10.30 Uhr: Festgottesdienst, Gäste willkommen



Heilige der Letzten Tage
Die Kirche Jesu Christi der Heiligen der Letzten Tage ist eine Glaubensgemeinschaft. Gemeinsam mit kleineren Splittergruppen wird die Kirche zur Konfessionsgruppe der Mormonen zusammengefasst. In den Vereinigten Staaten gilt sie mit 1,7 Prozent der Bevölkerung als drittgrößte Glaubensgemeinschaft nach Protestanten und Katholiken.
Formell gegründet wurde die Glaubensgemeinschaft von Joseph Smith jr.1830 in
Fayette (New York). Heute hat sie ihren Hauptsitz in Salt Lake City (Utah). Ende 2014 betrug der Mitgliederstand rund 15,3 Millionen Mitglieder weltweit.
Mitglieder der Gemeinschaft verstehen ihren Glauben als eine von Gott veranlasste Wiederherstellung der Kirche, die ursprünglich durch Jesus Christus gestiftet wurde. Da sich die Glaubensgemeinschaft neben der Bibel auf weitere Quellen beruft, wird sie von der römisch-katholischen Kirche und den meisten protestantischen Kirchen als Neureligion angesehen. Quelle: wikipedia
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