Das Beste zum Schluss

Eldert Hedden und der Joest-Bentley
 
Jan Hedden kümmert sich um die Slotcar-Technik
Hamburg-Harburg: 24 Stunden Hamburg – powered by B&M Marketing |

Die Finkenwerder Brüder Jan und Eldert Hedden beenden am Wochenende ihre Slotcar-Saison. Bevor ihr 12-Volt-Carrerabahn-Renner in den Winterschlaf verfällt muss das originalgetreu geschrumpfte Joest-Bentley Coupé nochmals Höchstleistung abliefern: Der krönende Abschluss des Rennjahres ist das traditionsreiche 24-Stunden-Rennen der RCCO-Serie, das am 23. Und 24. November wie im Vorjahr im Foyer der TuTech Innovation GmbH im Harburger Binnenhafen ausgefahren wird.

Die Bilanz der Heddens bei diesem wohl ungewöhnlichsten Ein-Tages-Autorennen der Motorsportwelt ist beachtlich. Bei bislang zwölf Teilnahmen verpassten die Brüder nur einmal das Podest, dreimal jubelten sie als Sieger. Jetzt soll der vierte Triumph folgen. „Das ist natürlich unser ganz großes Ziel, aber wir wissen, dass unsere fünf Konkurrenten Ähnliches vorhaben“, sagt Jan Hedden augenzwinkernd. Vor drei Wochen hatte der 48 Jahre alte Ingenieur den ersten Sieg des von ihm Anfang des Jahres in Eigenregie aufgebauten Joest-Bentleys eingefahren.

Beim 24-Stunden-Marathon wird er dennoch nicht selbst am Drücker stehen. Er kümmert sich einzig um die Technik des weltweit einzigartigen und rund 500 Euro teuren Slotcar-Unikats. Die volle Konzentration auf diesen Bereich hat seinen Grund. „Mittlerweile ist die Leistungsdichte so hoch, dass jede Runde, die man wegen eines Reparaturstopps verliert, rennentscheidend sein kann. Ich bin daher die ganzen 24 Stunden einsatzbereit, um schnell Hand anzulegen. Parallel dazu noch zu fahren, das funktioniert nicht, so sehr der Gasfinger auch juckt“, ist sich Jan Hedden sicher.

Ralf Jüttner vom Le-Mans-Rekordsieger-Team Joest Racing wieder mit dabei

So hat sein Bruder Eldert Hedden drei andere Mitstreiter um sich geschart, die sich mit ihm in das Abenteuer stürzen. Wie im Vorjahr wird er die Zeitenjagd zweimal rund um die Uhr mit Björn Skottke (Buxtehude), Volker Paulun (Ahrensburg) und Ralf Jüttner (Wald-Michelbach) in Angriff nehmen. Für Jüttner ist der Einsatz Ehrensache: Er ist Geschäftsführer und Technischer Leiter von Joest Racing, dem mit 14 Siegen erfolgreichsten Rennstall bei den „echten“ 24 Stunden von Le Mans, und Ehren-Teamchef des offiziellen Joest Racing-Slotcar-Teams der Hedden-Brüder.

Um beim Hamburger 24-Stunden-Rennen mitmischen zu können, hat er sogar seinen Flug zum Finale der Sportwagen-WM in Bahrain verschoben – er kann es sich leisten: zusammen mit Audi hat sich Joest Racing sowohl Fahrer- als auch Herstellertitel vorzeitig gesichert. In Le Mans hat die Joest-Mannschaft in diesem Jahr ebenfalls gewonnen. „Jetzt fehlt nur noch der Sieg des Joest-Bentley an diesem Wochenende, um die Erfolgssaison abzurunden“, findet Jüttner.

300 Kilometer mit dem Modellauto

Zwischen fünf und sechs Stunden wird jeder der vier Fahrer am Drücker stehen. „Mehr als zwei Stunden am Stück sind aber kaum Möglich, dann baut die Konzentration zu sehr ab“, weiß Eldert Hedden. Im letzten Jahr, damals noch mit einem Subaru, lag seine Mannschaft bis ein Uhr nachts in Führung. Ein unverschuldeter Unfall zog den Unterboden des Autos dann so in Mitleidenschaft, dass mehr als Platz drei am Ende nicht mehr drin war. „Auch deshalb haben wir im Vorfeld des diesjährigen Rennens einige Reparaturszenarien und Boxenstopps geübt“, verrät Jan Hedden. Er hofft natürlich, dass diese Erfahrungen bis auf das absolut nötige Minimum ungenutzt bleiben können. Vor außerplanmäßigen Stopps kann aber keines der Teams sicher sein. Immerhin legen die Mini-Autos in den 24 Stunden eine Distanz von rund 300 Kilometern zurück.

Mitfiebern erwünscht

Wer den Hedden-Brüdern und ihren Teamkollegen die Daumen drücken will, ist herzlich eingeladen. Das Rennen beginnt am 23. November um 12 Uhr. Der Eintritt ins Foyer der TuTech Innovation GmbH im Harburger Binnenhafen ist kostenlos. Am Samstagabend sorgt Bea Jass ab 21 Uhr mit einem Live-Konzert für zusätzliche Unterhaltung parallel zum Rennen. Gäste können sich auf einer zweiten kleinen Rennstrecke selbst am Drücker eines Slotcars versuchen.

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