Wer schleicht da herum?

Die Bewohner der Siedlung Wetternstraße leben in Angst. Foto: mag (Foto: Foto: mag)
Hamburg: Wettern | Von Marion Göhring.
Die Bewohner der Siedlung Wetternstraße fühlen sich in ihren eigenen vier Wänden nicht mehr sicher. Immer wieder schleichen verdächtige Personen auf ihren Grundstücken herum, einmal ist sogar eingebrochen worden, in einem zweiten Fall besteht zumindest der Verdacht. Die Polizei sieht allerdings keine besondere Gefahrenlage oder gar eine auffällige Häufung von Straftaten. Anwohnerin Iwona Mazurkiewicz hat auch mit dem Leiter der benachbarten Wohnunterkunft Wetternstraße gesprochen. Ihm sei aber auch nichts aufgelaufen.
Deshalb hat Iwona Mazurkiewicz ihre Nachbarn einmal gebeten, ihre Erlebnisse zu schildern. Zum Beispiel Peter S. (alle Namen sind der Redaktion bekannt): „Der oder die Verdächtige schlich sich durch den Hintergang in die Wohnung. Wir haben den Einbruch erst bemerkt, als der Dieb die Wohnung schon wieder verlassen hatte. Aus dem Schlafzimmer sind wertvolle Gegenstände entwendet worden.“
Nachbar Mike S. ist sich nicht ganz sicher, ob bei ihm eingebrochen wurde. Zumindest hat er den Verdacht, den plötzlich klemmt das Schloss an seiner Haustür. Von alleine komme so etwas nicht.
Bei Familie G. kam dem Hausherrn abends gegen 20.15 Uhr im Garten ein junger Mann entgegen. Als G. ihn zur Rede stellte, behauptete der Fremde, hinter ihm seien welche her und wollten ihm sein Handy wegnehmen. Dann verschwand der junge Mann. G. entdeckte dann, dass der Eindringling wohl über den Zaun in den Garte gekommen war und dabei drei Sichtzäune beschädigt hatte.
Ilse R. saß gegen 14 Uhr in ihrem Garten, als eine fremde Frau zwei Pforten öffnete und plötzlich vor ihr stand. Die Fremde habe sich sehr erschrocken und nur „keine Probleme“ gesagt. Danach sei sie wieder verschwunden. Einen Tag später, diesmal gegen 20.30 Uhr, stand wieder eine fremde Frau im Garten und sagte: „Toilette, keine Probleme.“
Claudia W. hat sich ebenfalls erschrocken, als sie eines Tages sah, wie in ihrem Garten Taschenlampen aufleuchteten. Zum Glück sei aber nicht eingebrochen worden.
Inzwischen haben sich die Anwohner mit einem Vertreter des Bezirksamts und auch mit einem Polizeibeamten getroffen. Deren Rat: „Beim geringsten Verdacht gleich 110 wählen.“
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