Was vom Flohmarkt übrig blieb - Spende für das Hospiz in Hamburgs Süden

Hamburg: Weiherheide + Kickbuschweg | Anwohner-Flohmarkt hat viel Gutes…

Auslöser waren die Bücher, die sich nur sehr schleppend auf den modernen Online-Flohmärkten verkaufen ließen und nach Abzug des Aufwandes für Verpackung und Versand einen Reingewinn im zweistelligen Minusbereich erbracht hatten. Es musste also eine andere Lösung her. Klassische (kommerzielle) Flohmärkte sind auch anstrengend! Den ganzen Krempel ins Auto stopfen, einen halben Tag auf dem Stand aktiv sein, am Ende nicht Verkauftes wieder einpacken und vielleicht noch nicht einmal Verkäufe in Höhe der Standmiete zu erzielen, ist ebenfalls frustrierend.

Also organisierten wir unseren eigenen, privaten Strassenflohmarkt in Sinstorf. Zugegeben, die Organisation, erstmals einen solchen Flohmarkt in unseren Strassen auf die Beine zu stellen, hatte es in sich. Aber am Ende waren alle happy.
Am 18. Juni hatte unser Flohmarkt in Weiherheide, Kickbuschweg und Höpengrund stattgefunden. Wir hatten im Vorwege berichtet und großflächig dazu eingeladen. Der Verkauf lief überwiegend gut bis sehr gut, alle hatten Spaß, das Wetter spielte sogar mit und sowohl Teilnehmer als auch Besucher rufen nach Wiederholung. Voraussichtlich im Herbst 2018 wird es dann wieder so weit sein.

Um unsere Kosten für Flyerdruck und Anzeigen zu decken, sammelten wir von den Teilnehmern freiwillige Beiträge ein. Jeder sollte selbst entscheiden, wie gut der Verkauf gelaufen war und wie viel beigesteuert werden kann. Im Vorwege hatten wir gesagt, dass – falls etwas übrig bleibt – wir den Überschuss an das Hospiz für Hamburgs Süden spenden. Unter dieser Vorgabe wurde großzügig in den Beutel geworfen und am Ende waren € 283,50 übrig. Damit hatten wir nicht gerechnet, uns aber umso mehr gefreut.

Zusätzlich zur Überweisung der Spende kontaktierten wir das Hospiz. Wir wollten unsere kleine Geschichte gern erzählen, anstatt einfach nur eine Buchungsposition auf dem Kontoauszug zu sein. Aufgrund der sommerlichen Urlaubszeit erfolgte unser Besuch im Hospiz erst am 10.August. Wieder war uns da Wetter wohl gesonnen und wir radelten bei Sonnenschein von Sinstorf nach Langenbek, um uns vor Ort ein Bild zu machen und zu erfahren, wie unsere Spende eingesetzt werden könnte.

Für mich war es der erste Besuch in einem Hospiz. Entgegen meiner Befürchtung hatte ich dort nicht das Gefühl, dass hinter jeder Ecke ein Gefühl von Krankheit und Tod lauert. Ganz im Gegenteil. Dieses Hospiz ist klein, hell, sehr wohnlich und ein Ort des Friedens. Wir gingen durch den schön angelegten Garten, durch das „Wohnzimmer“ und in den Raum der Stille. Hier können die Patienten, die sich durchschnittlich 23 Tage im Hospiz aufhalten, sich gelegentlich bei Aromatherapie Massagen entspannen. Unsere Spende kann beispielsweise genutzt werden, um dafür hochwertige Öle anzuschaffen.

Alles in Allem sind wir rundum zufrieden. Alte, ungenutzte Dinge auf dem Flohmarkt zu verkaufen, hat uns allen zuhause ein bisschen Raum geschaffen, entweder um durch zu atmen oder mit voller Energie Neues anzuschaffen, an dem man sich erfreuen kann. Die nachbarschaftliche Zusammenarbeit hat Spaß gemacht, uns alle wieder ein bisschen näher gebracht, und nicht zuletzt diesen Überschuss abgeworfen, von dem wir sicher sind, dass er im Hospiz gut eingesetzt wird.

Vielen Dank an die Nachbarschaft, die freundlichen Mitarbeiter und die Arbeit des Hospizes.
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