Kunst verbindet ... Holz und Ton

Jan de Weryha, Objekt, Pappelhoz, geschnitten und gebrochen, 2013
Hamburg: hit-Technopark Harburg | Auf den ersten Blick stehen zwei Materialien, nämlich Holz und Ton, im Mittelpunkt der diesjährigen Auftaktausstellung im hit-Technopark. Ursprünglich und unmittelbar aus der Natur entnommen, werden Kunstwerke aus Holz gezeigt, die von den Protagonisten Yves Rasch und Jan de Weryha ganz unterschiedlich behandelt und bearbeitet werden. Formgewordene, fließende und unendliche Bewegung definiert die Holzskulpturen von Yves Rasch, die sich selbst genügen und einem individuellen Rhythmus folgen. Respekt vor dem Material Holz, eine grundsätzlich positive Reaktion auf dieses Material und ein zugrunde liegendes Kompositionsschema zeichnet die Holzobjekte von Jan de Weryha aus. Beide Künstler befinden sich dabei nicht im Widerspruch, sondern machen deutlich, dass Rhythmus und Komposition - grundlegende musikalische Begriffe - durch die Behandlung des Materials eine Berechtigung haben, die ohne Umwege eine Verbindung zu den Bildern von Carmen Hillers herstellen. Ihre “Klangbilder“ symbolisieren den bildgewordenen „Ton“ und stellen seine Bewegungen und Schwingungen, seine Rhythmen und schließlich den Mikrokosmos ganzer Kompositionen dar.

Das Material Ton als Rohstoff hat eine lange Geschichte und begegnet uns in der aktuellen Ausstellung in den Objekten und Installationen von Dorota Albers, deren keramische Details ohne das Material Ton nicht denkbar wären. Puristisch und filigran, naturnah und eigenständig wirken die Kunstwerke von Dorota Albers auf die Betrachter und entwickeln dabei eine unverwechselbare Ästhetik. Seit dem 20. Jahrhundert wird Ton zudem als Rohstoff für die Zementherstellung eingesetzt, davon profitieren die gewichtigen Objekte von Claudia Hoffmann, die, in Beton gegossen, einem natürlichen „Ton“ folgen, den die Künstlerin auch in ihren eindrucksvoll bewegten und farbenfrohen Bildern wieder aufnimmt.

Die erkennbar, sichtbare Verbindung verschiedener Materialien und gattungsübergreifender Inhalte, ihre Rhythmen, Schwingungen, Bewegungen und die Kompositionen, die daraus erwachsen, weisen auf grundlegende Eigenschaften der Materialien Holz und Ton hin. Gleichzeitig werden durch die Behandlung des Materials und seiner Klangfarben auch die Unterschiede und individuellen Eigenarten deutlich, die schließlich vielfältige Rezeptionsmöglichkeiten der gezeigten Werkauswahl ermöglichen.

Bis zum 6. Januar ist die Gemeinschaftsausstellung Mo - Fr, 8:30 - 16:30 Uhr
im hit-Technopark, Tempowerkring 6 zu sehen.
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