Harburgs neuer Chor: Die "Ohrwärmer"

Noten lesen kann im Chor „Die Ohrwärmer“ kaum jemand – aber Spaß am Singen haben sie alle. Foto: sl
Hamburg: kulturwerkstatt harburg |

Treffpunkt ist immer in der Kulturwerkstatt - weitere Mitglieder sind willkommen

„Singen macht Freude und hält die Ohren warm!“ Unter diesem Motto hat die Harburgerin Anke Gottschalk, einen neuen Chor gegründet. Die „Ohrwärmer“ sollen ein stimmgewaltiger, lustiger, lebensbejahender Chor für Menschen aller Nationalitäten, jeden Alters und jeder Stimmlage werden. Jeden Donnerstag von 17 bis 19 Uhr singen sie in der Kulturwerkstatt am Kanalplatz. Als Chorleiterin konnten die „Ohrwärmer“ die Musikerin Ulrike Lachmann gewinnen. Auf dem Programm stehen Pop und Rock, Shanties und Schlager, Volkslieder und Jazz. „Wenn Menschen aus anderen Nationen dazu kommen und die Lieder aus ihren Ländern mitbringen, dann singen wir auch so etwas, sagt die Chorleiterin.

Ein Dutzend Menschen hat sich schon zusammengefunden. Männer, Frauen und zwei Kinder. Erst neun Monate alt ist der kleine Florian. Er ist zusammen mit seiner Mutter Kathrin Orlowski und seinem Opa Reiner Runkel dabei. Er kann zwar noch nicht laufen und auch nicht singen, aber entspannt an einem Schellenkranz kauen. Singen kann der 16 Monate alte Joris auch noch nicht, aber er kann mit seinem dicken Windelpopo zu der Musik tanzen. „Eigentlich sollten die Kinder gar nicht dabei sein, aber die sind so ruhig, dass es auch ok ist, wenn sie da sind“, sagt Joris‘ Mutter Elisabeth Pogodda.

Vor vier Wochen haben sich die Chormitglieder zum ersten Mal getroffen, aber schon jetzt träumen sie von einem Auftritt beim Binnenhafenfest Anfang Juni. Ein ehrgeiziger Plan, denn Noten lesen können die wenigsten. Dafür haben sie aber großen Spaß am Singen. „Singen ist etwas ganz Großartiges“, schwärmt Anke Gottschalk. „Es macht großen Spaß und vor allem den Kopf total frei. Richtiger Balsam für die Seele.“

Bewusst haben die „Ohrwärmer“ die Zeit zwischen 17 und 19 Uhr gewählt. „Oft kann man sich ja nicht mehr aufraffen, wenn man erst mal zuhause angekommen ist“, so Anke Gottschalk. „Aber um 17 Uhr gibt es keine Ausreden.“ 16 Euro kostet der Chor im Monat für Menschen, die Geld verdienen. Menschen, die sehr wenig Geld haben, zahlen acht Euro im Monat. Von dem Geld werden die Chorleiterin und die Noten bezahlt. Mehr Infos bei Anke Gottschalk unter Telefon 64 88 76 82 oder einfach vorbei kommen.
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