Friedrich-Ebert-Gymnasium macht ersten Spatenstich zur Belebung des Seevekanals

Hamburg: Seevekanal | Hamburg-Harburg – Schülerinnen und Schüler einer 9. Klasse des Friedrich-Ebert-Gymnasiums haben am vergangenen Montag erste Arbeiten am Seevekanal durchgeführt, die zu einer Belebung des Gewässers beitragen werden. Die Arbeiten erfolgten auf Höhe der Wasmerstraße auf einem etwa 50 Meter langen Abschnitt des Seevekanals. Zunächst wurden von den Schülern Kiesbänke eingebracht, in denen Fische laichen können, sowie große Äste, in denen sich Jungfische verstecken und Kleintiere Halt finden können. Die Neuntklässler erleben auf diese Weise Unterricht einmal praxisnah, haben sie doch von der Untersuchung der Gewässerqualität über die Planung von Maßnahmen bis hin zu ihrer Durchführung an allen Schritten mitgearbeitet. Ihre Aktion bildet den Auftakt zu einer ganzen Reihe von Veranstaltungen, in denen Anwohner und Interessierte sich mit dem Kanal beschäftigen können, um Visionen und Ideen für seine Verbesserung zu entwickeln und diese schließlich tatkräftig umzusetzen.
Timm Geissler, Wasserbauingenieur und einer der Leiter der Projekts Seevekanal 2021, erklärt: „Unser Ziel ist es, den Kanal aus seiner gesellschaftlichen Randlage zu erlösen, ihn mehr in den Mittelpunkt zu bewegen und dies mit der Belebung des Gewässers zu verbinden. Der Seevekanal kann einen großen Erholungswert haben, es gibt auch heute schon wunderschöne Abschnitte. Bekannt ist den meisten Menschen aber nur der kanalisierte Teil am Phoenix-Center. Das wollen wir ändern.“
Für Hamburg hat dieses Projekt Pilot-Charakter, sollen hier doch die Bürger nicht nur informiert werden sondern sich aktiv beteiligen können, von der Planung über die bauliche Umsetzung bis zu einer anschließenden patenschaftlichen Pflege. Auf dem Programm des zunächst auf drei Jahre angesetzten Projekts stehen viele spannende Aktivtäten. Den Anfang macht im Sommer der Gewässererlebnistag, dem dann bald die erste Ideenwerkstatt folgen soll.
Jens Brehm, Umwelt-Ingenieur beim Bezirksamt Harburg erläutert: „Wir haben zwar eine grobe Planung, was geschehen soll, diese lässt aber weiten Spielraum für die tatsächliche Ausgestaltung. Und wenn ganz andere, tolle Ideen entstehen, sind wir auch dafür offen. Wir möchten, dass die Menschen sich mit dem Kanal verbinden und identifizieren können. Insofern müssen sie auch Gelegenheit haben, ihre Ideen umzusetzen.“
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