Wie wird Lurup künftig gefördert?

Jonna Schmoock, Beauftragte für Integrierte Stadtteilentwick- lung des Bezirksamtes Altona, setzt sich für den Erhalt des Stadtteilhaus Lurup ein. Foto: cn
Hamburg: Lurup |

Bezirksamt will bei Stadtentwicklungsbehörde Geld einwerben

von Connie Neumann
Das Stadtteilhaus Lurup ist in Gefahr –und das, obwohl die Arbeit am Böverstland 38 breite Anerkennung findet. Tatsächlich bietet das Stadtteilkulturzentrum mehr als 100 Initiativen und Vereinen sowie allen Altersgruppen ein Zuhause. Tatsächlich berichtet Jonna Schmoock, Beauftragte für Stadtteilentwick- lung des Bezirksamtes Altona, gerade auch mit Blick auf das Stadtteilhaus: „In Lurup ist die Situation einmalig. Hier wird ein bunter Strauß aus ehrenamtlicher und institutioneller Arbeit geboten.“
Von 1999 bis 2006 wurde das Gebiet Lüdersring, Lüttkamp sowie das Flüsseviertel durch die soziale Stadtteilentwicklung gefördert. Seit 2007 läuft die Nachsorgephase, die am 31. Dezember beendet sein wird. Ein zentraler Baustein dieser Förderung ist das Stadtteilhaus, in dem Gesundheits- und Ernährungskurse genauso im Mittelpunkt stehen wie Kultur, Migration und Integration. „Nun ist es wichtig, diesen Erfolg der aktiven Phase in die Zukunft zu retten“, erklärt Jonna Schmook. Damit stößt sie bei sämtlichen Fraktionen des Bezirkes Altona auf Zustimmung.
Auch die Luruper Bürger wollen sich stark machen für ihr Stadtteilhaus. „Wir kämpfen dafür, dass es erhalten bleibt“, betont Bernd Schmidt-Tiedemann, der dem Vorstand des Lichtwark Forums angehört.
Eigenmittel stehen ab 2012 nicht mehr zur Verfügung. Der Verwaltungsaufwand kann nicht mehr ehrenamtlich geleistet werden, es fallen Kooperationsarbeitsplätze weg, die elf Ein-Euro-Kräfte sind nicht mehr garantiert. Die institutionellen Mittel reichen nicht aus, um den Betrieb des Hauses sicherzustellen. „Es fehlen insgesamt 50.000 Euro“, sorgt sich Jonna Schmook.
Die Mitarbeiterin des Bezirksamtes hat vor, das Geld bei der Behörde für Stadtentwicklung und Umwelt einzuwerben. Diese hat bereits signalisiert, Fortbildungen zu finanzieren, um Teilnehmer im Stadtteilhaus professionell begleiten zu können. „Da Lurup sich in der Nachsorgephase befindet, bin ich ganz optimis-tisch. Es muss jetzt schnell gehen, 2012 brennt uns unter den Nägeln“, betont Jonna Schmoock.
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