Wer übernimmt das Stadtteilhaus?

Folkloreabende, Treffpunkte, Austausch: Im Haus Böv 38 wird eine Menge angeboten, das die Vielfalt des Stadtteils widerspiegelt. (Foto: da)
Hamburg: Böv 38 |

Lurup: Angebote im Böv 38 werden neu organisiert

Weniger Geld, weniger Angebote? Das Bezirksamt Altona sucht für das Luruper Stadtteilhaus Böv 38 Interessenten, die den Betrieb übernehmen. Die wichtigsten Fragen und Antworten.

Worum geht es?

Im Stadtteilhaus im Böverstland 38 (Böv 38) werden bisher Kulturveranstaltungen, Seminare, Treffpunkte, Workshops und vieles mehr angeboten. Es ist ein offenes Haus, das viele Bürger und Gruppen aus dem Stadtteil schätzen und nutzen. Bisher kümmerte sich der Verein Böv 38 darum. Doch dessen Aktiven geht langsam die Puste aus – deswegen sollte die Trägerschaft für das Haus an einen anderen Verein abgegeben werden: das Lichtwark Forum, in dem sich viele Vereine und Aktive des Luruper Forums zusammengeschlossen haben. Geht nicht einfach so, sagt das zuständige Bezirksamt Altona. Daher wird nun offiziell nach einem neuen Verein Ausschau gehalten, der einspringt.

Wo liegt das Problem?
Der Wechsel von dem einen Verein (Böv 38) zum anderen (Lichtwark Forum) wäre an sich nur eine Formalie gewesen. Viele Engagierte sind in beiden Kreisen aktiv, es gibt enge Verflechtungen. Schwerer wiegt, dass ab nächstem Jahr nur noch ein Teil des Geldes fließen soll, das das Stadtteilhaus aktuell bekommt. Bisher wurde das Böv 38 mit jährlich 142.000 Euro finanziert. Ab 2016 sollen es nur noch 88.000 Euro sein. Aktive befürchten daher Einschnitte bei den Angeboten.

Wie kann es weiter gehen?

Das Lichtwark Forum will sich für die Trägerschaft bewerben. Bis Ende November können mögliche Interessenten Angebote abgeben, was sie wie im Stadtteilhaus fortführen oder verändern wollen. Bezirksamt und Bezirkspolitiker entscheiden dann, wer möglicherweise den Auftrag bekommt, die Stadtteilkulturarbeit in Lurup zu übernehmen. Im Böv 38 läuft der Betrieb weiter. Ein neuer Träger soll am 1. Juli 2016 übernehmen.
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