Wenn Feuerwehrleute keinen Parkplatz finden....

Zu alt, zu klein, marode: Das Luruper Feuerwehrhaus müsste dringend durch einen Neubau ersetzt werden. Rechts im Bild die als Parkplatz genutzte Brachfläche, die die Saga bebauen möchte.

Bröckelndes Gerätehaus, unglückliche Feuerwehrleute, seltsame Ideen:
Wann geht es endlich voran mit den Plänen für die Feuerwache Lurup?

Das Gerätehaus der Luruper Feuerwehr ist zu klein, zu alt und entspricht nicht den modernen Anforderungen. Das städtische Grundstück, auf dem es seit 61 Jahren steht, Stückweg 4, Ecke Luruper Hauptstraße, hat Wert. Logisch, dass sich folgende Lösung anbietet: Grundstück verkaufen und für das Geld in der Nähe eine neue, moderne Feuerwache bauen. Doch so einfach scheint das nicht zu sein.
Wehrführer Michael Groth hört sich niedergeschlagen an: „Heute heißt es, das Grundstück ist verkauft, morgen: nein, doch nicht, übernorgen wieder: Es ist verkauft. Wir wissen gar nicht mehr, wo wir dran sind. Das Schlimmste: Unsere Wache ist am Auseinanderfallen und wir würden zu gerne mit den Spenden des Fördervereins hier und da renovieren. Aber wir trauen uns nicht. Denn heißt es einen Monat später, wir bekommen doch eine neue Wache, haben wir das Geld verschwendet.“
Klar ist: Die Saga, das städtische Wohnungsbauunternehmen, steht in den Startlöchern, um auf dem Grundstück der Feuerwehr und auf der benachbarten Brachfläche zu bauen. Kerstin Matzen, Saga-Sprecherin: „Wir möchten dort bauen, planen 71 Wohnungen. Doch das ruht, solange nicht klar ist, was aus der Freiwilligen Feuerwehr wird.“
Zeitweise gab es den Plan, das Gerätehaus an Ort und Stelle zu erneuern. Lurups Wehrführer ist im Prinzip dafür: „Der Standort ist ideal.“ Die Saga hätte dann nur auf der Brachfläche gebaut. Aber prompt tauchte das nächste Problem auf: Die Brachfläche wird von den Feuerwehrleuten als Parkplatz genutzt. Ist die bebaut, müssten sich bei Alarm die Helfer erst einen Parkplatz auf der Straße suchen. Das kann dauern, wie jeder weiß, der an der Luruper Hauptstraße mal auf Parkplatzsuche war. Währenddessen brennt ein Haus ab. Unvorstellbar.
Also anderswo neu bauen. Aber wo? Und woher das Geld nehmen? Eine moderne Wache kostet zwischen 1,2 und 1,7 Millionen Euro. Das könne die Stadt aus dem Geld, das die Saga für das Grundstück zahle, nicht leisten, erklärte Bezirksamtsleiterin Dr. Liane Melzer in der letzten Bezirksversammlung.
Dazu scheint ein neuer Standort weit und breit nicht in Sicht. „Es geht einfach nicht voran. Und das macht uns ziemlich unglücklich“ sagt Groth.
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