Überlebenskampf des Stadtteilhauses Lurup

Luruper Aktive haben sich in der Bezirksversammlung Altona für das Stadtteilhaus Lurup eingesetzt. Foto: ww
Hamburg: Lurup |

Erste Erfolge: Rot-Grün will für 2012 die Finanzierungslücke schließen

Lurups Aktive sind alarmiert. Bei allen elf Aktivjobbern des Stadtteilhauses Lurup laufen Ende des Jahres die Verträge aus – zudem „fehlen dem Stadtteilhaus Lurup im Jahr 2012 mindestens 50.000 Euro“, erklärte Andrea Faber, Erste Vorsitzende des Trägervereins Böv 38, im Luruper Forum. „Aufstehen! Für das Stadtteilhaus Lurup“ lautete das Motto des Abends. Tatsächlich standen viele Aktive auf und machten unkonventionelle Vorschläge, um die Finanzierung des Hauses am Böverstland zu sichern. Zudem kamen Dutzende Luruper in die Bezirksversammlung, um mit Plakaten Druck zu machen. Mit Erfolg: Die Bezirkspolitik stellt in Aussicht, mehr Geld zu bewilligen.
In ihrer Antwort auf eine Anfrage der Luruperin Sabine Tengeler stellten SPD und GAL klar: Sie wollen zunächst 25.000 Euro bereitstellen, um Honorarkräfte zu beschäftigen. Dies entspricht der Hälfte des Betrages, den der Trägerverein Böv 38 als unerlässlich ansieht. Hierfür solle Böv 38 ein Konzept vorlegen. Die zweite Tranche will Rot-Grün indes erst bewilligen, wenn die Bezirksversammlung im nächsten Jahr über neue Budgets verfügt.
SPD-Fraktionschef Thomas Adrian betont: Die Aktivitäten des Stadtteilhauses Lurup „müssen wir jetzt und sofort für 2012 sichern“. In einem zweiten Schritt müsse dafür gesorgt werden, „dass das Böv 38 eine ausreichende Finanzierung aus Mitteln der Stadtteilkultur erhält.“ Altona werde dafür, so Thomas Adrian, „2013/14 mehr Geld als jetzt vom Senat benötigen, denn auch die anderen Altonaer Stadtteilkulturzentren bewegen sich am Rande des Machbaren“.
Das Stadtteilhaus Lurup bekommt seit 2008 jährlich 38.000 Euro an institutioneller Förderung. „Die Summe sollte auf 70.000 Euro erhöht werden ­ das ist bisher nicht geschehen“, betonte CDU-Bezirksfraktionschef Uwe Szczesny, als er mit Dietrich Wersich, dem Vorsitzenden der CDU-Bürgerschaftsfraktion, das Stadtteilhaus besuchte.
„Dies ist eine vorbildliche Einrichtung, wir wollen das Stadtteilhaus gerne unterstützen“, betonte Dietrich Wersich. Er fügte hinzu: „Wir werden das Thema Stadtteilkulturzentren und Bürgerhäuser in die Hamburgische Bürgerschaft bringen.“

Über geplante Aktionen informiert die Internetseite www.unser-lurup.de.
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