Tränen von Ein-Euro-Jobbern: Senator berührt, aber machtlos

Sozialsenator Detlef Scheele (SPD, vorn) lehnte im Stadtteilhaus Lurup jede Verantwortung für Kürzungen bei Ein-Euro-Jobbern ab. Die Verantwortung liege bei der Bundesregierung, die entsprechende Mittel gekappt habe. Aufmerksam verfolgten seine Ausführungen Professor Dr. Jutta Krüger, Erste Vorsitzende des Lichtwark-Forums, und Altonas Bezirksamtsleiter Jürgen Warmke-Rose (parteilos).
Hamburg: Lurup | Mit Schicksalsschlägen wurde Sozialsenator Detef Scheele (SPD) konfrontiert, als er das Stadtteilhaus Lurup besuchte: Menschen, die Hartz IV bekommen und als Ein-Euro-Kräfte am Böverstland 38 arbeiten, schilderten dem Senator ihren Werdeggang – und wie sehr ihnen, den von Arbeitslosigkeit und Selbstzweifeln Geplagten, die Arbeit im Stadtteilhaus gut tut. Frank Schulz, seit Jahren arbeitslos, kamen gar die Tränen, als er der Expertendelegation, der Detlef Scheele und Bezirksamtsleiter Jürgen Warmke-Rose (parteilos) angehörten, von seiner Lage berichten sollte.
Margret Roddis, Geschäftsführerin des Stadtteilhaus Lurup, sprach daraufhin für den gelernten Koch: „Hier hat er den Respekt für sich selbst gefunden – er möchte bleiben.“ Doch dafür gibt es keine Mittel mehr: Dem engagierten früheren Ein-Euro-Jobber des Stadtteilhauses wurde keine Verlängerung mehr gewährt.
Gerne würde Margret Roddis solchen Menschen eine Perspektive bieten – doch der Verein Böv 38, Betreiber des Stadtteilhauses, fehlen die Mittel, um Ein-Euro-Jobbern reguläre Arbeitsplätze anzubieten.
Detlef Scheele kündigte an, bald zu ermöglichen, „dass Ein-Euro-Jobs eine Laufzeit von maximal zwei Jahren haben“. Wer gerade – zum Beispiel im Stadtteilhaus – eingearbeitet wurde, muss somit nicht mehr nach acht Monaten gleich gehen. Allerdings betonte Senator Scheele: „Oberstes Ziel ist die Vermittlung in sozialversicherungspflichtige Beschäftigung.“
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