Stadtteilhaus Lurup: Ab 2013 fehlen 50.000 Euro

Sorgen um die Zukunft der Stadtteilkultur: Andrea Faber (r.), Vorsitzende des Trägervereins BÖV 38 des Stadtteilhauses Lurup, hofft auf eine langfristige Finanzierung der Einrichtung durch die Behörde für Stadtentwicklung und Umwelt. Links: Sabine Tengeler aus der Geschäftsführung des Luruper Forums und Redakteurin von „Lurup im Blick“. Auch Hans-Jürgen Bardua setzt sich für das Stadtteilhaus ein. Foto: rs
Hamburg: Stadtteilhaus Lurup |

Aktive hoffen auf Mittel aus der Stadtteilentwicklung

von Reinhard Schwarz

Seit Jahren reiben sich ehrenamtliche Mitarbeiter daran auf, das Stadtteilhaus Lurup am Leben zu halten. Doch seit Jahren ist das Haus unterfinanziert – erst für dieses Jahr konnte die Finanzierung aus Mitteln des Landes und des Bezirksamts deutlich verbessert werden. Doch werden ab 2013 rund 50.000 Euro fehlen. Daher gibt es Überlegungen, bei der Behörde für Stadtentwicklung und Umwelt (BSU) vorstellig zu werden, um die Finanzierungslücke zu schließen.
Andreas Grutzeck (CDU), stellvertretender Vorsitzender der Bezirksversammlung, sieht die regierende SPD in der Pflicht: „Der schwarze Peter liegt jetzt bei der SPD, die nicht müde wurde zu beteuern, wie wichtig ihr das Stadtteilkulturhaus Lurup sei. Jetzt hat sie Gelegenheit, das unter Beweis zu stellen.“ Thomas Adrian, Fraktionschef der SPD in der Bezirksversammlung, betont: „Es geht jetzt darum, das Stadtteilhaus Lurup langfristig abzusichern.“ Angedacht sei daher, „Mittel aus der integrierten Stadtteilentwicklung“ über die Stadtentwicklungsbehörde einzuwerben.
Das Bezirksamt Altona unterstützt diese Position. Unter dem Titel „Verstetigungskonzept Lurup“ wurde ein Plan erarbeitet, wie das Stadtteilhaus Lurup langfristig überleben kann. Fazit: Die fehlenden Mittel sollen aus Töpfen der Stadtentwicklung kommen. Entsprechende Gespräche haben begonnen.
Dieser Weg der Finanzierung von Stadtteilkultur gilt allerdings als höchst ungewöhnlich, denn eigentlich ist die Kulturbehörde für Einrichtungen wie etwa Die Motte, das Haus 3 oder das Kölibri zuständig. Doch die Kulturbehörde habe bereits signalisiert, heißt es, dass es nicht mehr Geld für die Altonaer Stadtteilkultur gäbe. Es sei denn, man würde bei den anderen Einrichtungen etwas wegkürzen – doch diesen Weg will niemand gehen.
Für Andrea Faber, Vorsitzende des Trägervereins für das Stadtteilhaus, BÖV 38, ist eine Erhöhung der jährlichen Zuschüsse in Höhe von 50.000 Euro für das Jahr 2013 unbedingt nötig: „Wir brauchen eine professionelle Buchhaltung und ein professionelles Veranstaltungsmanagement. Das hat die Politik auch verstanden.“
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