Stadtteilhaus erstmal gerettet

Das Stadtteilhaus Lurup wird dank Finanzspritzen des Bezirks Altona sowie der Stadtentwicklungsbehörde bis 2014 in seiner Existenz gesichert. Foto: da
 
Der SPD-Bürgerschaftsabgeordnete Frank Schmitt kündigte einen mit einer Million Euro ausgestatteten hamburgweiten „Fonds Stadtteilarbeit“ an. Foto: rs
Hamburg: Stadtteilhaus Lurup |

Finanzspritze des Bezirks bis 2014 sorgt für Erleichterung. CDU kritisiert: „Nur Notnagel“

Reinhard Schwarz, Lurup
Zufriedene Mienen bei Teilnehmern des Luruper Forums: Stadtteilhaus, Stadtteilbüro, die Zeitung „Lurup im Blick“ und der Verfügungsfonds sind für die nächsten zwei Jahre gesichert. „Wir sind himmelfroh über diese Lösung, zumal wir noch nie eine Perspektive über zwei Jahre hatten“, sagte Andrea Faber von der Geschäftsführung des Luruper Forums (LF). Denn dieses Jahr läuft das Rahmenprogramm Integrierte Stadtteilentwicklung (RISE) aus, über das sich bisher das Stadtteilhaus am Böverstland (Böv) 38 finanzierte. Andere Geldquellen mussten erschlossen werden, sonst drohte die Schließung.
Die ist nun vorerst vom Tisch. In einem Beschluss sicherte die Bezirksversammlung Altona das Stadtteilbüro, die Stadtteilzeitung „Lurup im Blick“ und den Verfügungsfonds für insgesamt 60.000 Euro, verteilt auf zwei Jahre. „Der Bezirk hat uns mit seinen knappen Mitteln gerettet“, kommentierte Karsten Strasser (Die Linke), Mitglied in der Forums-Geschäftsführung.
Um zweitens Bestand und Unterhalt des Stadtteilhauses zu sichern, hat sich die Behörde für Stadtentwicklung und Umwelt (BSU) bereit erklärt, für 2013 einmalig 50.000 Euro zur Verfügung zu stellen. Für 2014 übernimmt der Bezirk
Altona noch einmal die Finanzierung des Stadtteilhauses in Form einer „Überbrückungshilfe“.
Die BSU hat ihre Finanzierungszusage an die Bedingung geknüpft, der Bezirk möge eine „nachhaltige Finanzierungsperspektive“ für das das Stadtteilhaus entwickeln. Genau das fordert auch Uwe Szczesny (CDU): „Die von der Bezirksversammlung Altona beschlossene Finanzierung ist nur ein Notnagel. Ohne die dringend benötigte Erhöhung der Rahmenzuweisung für Stadtteilkulturmittel wird der Bezirk mit seinen Problemen allein gelassen.“ Sprich: Die Kulturbehörde soll gefälligst das Stadtteilhaus genauso unterstützen wie andere Einrichtungen im Bezirk, wie zum Beispiel die „Motte“.
Der Bürgerschaftsabgeordnete Frank Schmitt (SPD) hofft, dass das Böv 38 Geld aus dem geplanten, mit einer Million Euro ausgestatteten hamburgweiten Fonds erhalten wird. Eine langfristige Finanzierung fehlt allerdings weiterhin.

Die Finanzspritzen im Detail
Der Bezirk Altona unterstützt das Stadtteilhaus Lurup sowie mit ihm eng verbundene Stadtteil-Einrichtungen. Zum einen gibt es Geld für den Unterhalt des Hauses, zum anderen für das darin befindliche Stadtteilbüro sowie für den Verfügungsfonds und die Stadtteilzeitung „Lurup im Blick“. Für den Unterhalt des Hauses werden jährlich 50.000 Euro von öffentlicher Hand benötigt. Diese Summe kommt zum großen Eigenanteil durch den Verein „Böv 38“ hinzu. Die finanzielle Unterstützung des Hauses ist bis 2014 gesichert, auch dank der Behörde für Stadtentwicklung und Umwelt.
Das Stadtteilbüro erhält wie bisher 4.000 Euro, die Stadtteilzeitung „Lurup im Blick“ ebenfalls unverändert 20.000 Euro, allerdings wird der Verfügungsfonds nur noch mit 6.000 statt wie bisher mit 10.000 Euro ausgestattet. Aus dem Verfügungsfonds werden kleinere Projekte im Stadtteil finanziert oder angeschoben. rs
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