Spreestraße/Franzosenkoppel: Behörde lehnt Kreisel ab

Zusammen mit Eva Botzenhart (GAL) haben sie eine neue Initiative für einen Kreisel an der Spreestraße/Franzosenkoppel gestartet: Alexander Hund (l.) und Henrik Strate (beide SPD). (Foto: ten)
Hamburg: Lurup | von Don Tengeler.
An der Kreuzung Spreestraße/Franzosenkoppel sollen die Ampeln durch einen Kreisel ersetzt werden. Die Bezirksversammlung Altona will damit einen flüssigeren Verkehrsfluss und weniger Unfälle erreichen. Die Verkehrsbehörde will das Vorhaben jedoch nicht bezahlen.
Eigentlich hat die Bezirksversammlung den Bau des Kreisels schon vor mehr als einem Jahr einstimmig beschlossen. Die Finanzierung wurde jedoch im Juli 2010 gestrichen: Nach dem harten Winter musste das Geld für die Beseitigung von Schlaglöchern ausgegeben werden.
Der geplante Kreisel soll einen Durchmesser von 16 Meter haben, zudem ist eine Mittelinsel mit einem Durchmesser von sechs Metern vorgesehen. Für die Mitte ist keine Grünfläche vorgesehen, „da der Bereich für Busse und Lkws überfahrbar sein muss“, erklärt Kerstin Godenschwege, Sprecherin des Bezirksamtes Altona. Der Bau des Mini-Rondells würde rund 700.000 Euro kosten. Finanziert werden soll das Vorhaben durch das Senats-Sonderprogramm „Beschleunigung des Busverkehrs.“
Henrik Strate und Alexander Hund (beide SPD) haben mit Eva Botzenhart (GAL) einen erneuten Antrag für den Kreisel in die Bezirksversammlung eingebracht. Strate und Hund betonen: Der Verkehr muss an der Kreuzung zumindest genauso sicher sein wie vorher. „Mit Busbeschleunigung ist nicht gemeint, dass hier gerast werden soll, sondern dass der Verkehrsfluss besser vorangeht“, so Strate. Botzenhart ergänzt: „An dieser Stelle könnten Staus deutlich reduziert werden. Außerdem erhöht sich durch einen Kreisverkehr die Aufmerksamkeit der Autofahrer.“
Auch Tim Schmuckall (CDU) befürwortet den Kreisel, um damit die Sicherheit und den Verkehrsfluss – insbesondere für Busse – zu erhöhen. Schmuckall: „Die Planung war erfolgreich und ist komplett fertig. Jetzt muss der neue Senat nur noch annehmen.“
Susanne Meinecke – Pressesprecherin der Behörde für Wirtschaft, Verkehr und Innovation – sagt jedoch: „Die Haushaltsmittel sind einfach nicht ausreichend. Außerdem handelt es sich nicht um eine Hauptverkehrsroute.“ Ihr Fazit: „Aus heutiger Sicht wird dieser Kreisverkehr nicht gebaut werden.“
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