Sie hat Lurup im Blick

Gruppenbild mit Preisträgerin: Sabine Tengeler (M.) hat am Mittwoch den Kulturpreis des Lichtwark-Forums e.V. erhalten. Ihre Verdienste würdigten im Luruper Forum Jutta Krüger, Erste Vorsitzende des Lichtwark-Forums, und Ludger Schmitz, Laudator und Lurups ehemaliger Quartiersentwickler. Foto: da
Hamburg: Stadtteilhaus Lurup |

Sabine Tengeler erhält den Kulturpreis des Lichtwark-Forums

René Dan, Lurup
Ihr Name ist untrennbar mit Lurups sozialer und kultureller Stadtteilentwicklung verbunden: Sabine Tengeler. Dieser Zusammenhang hat keine protokollarischen Gründe, auch wenn Sabine Tengeler seit mehr als 13 Jahren die oft komplexen Sitzungen des Luruper Forums protokolliert. Vielmehr leistet die Luruperin wichtige Beiträge, um die Lebensbedingungen der Bewohner ihres Stadtteils zu verbessern. Jetzt hat das Lichtwark-Forum der Leiterin der Stadtteilbühne Lurup den Luruper Kulturpreis verliehen.
„Ich danke allen, die diesen verrückten Weg mitgegangen sind“, sagte Sabine Tengeler in ihrer kurzen Dankesrede nach der Preisverleihung durch Jutta Krüger, Erste Vorsitzende des Lichtwark-Forums. Die zentralen Ziele des oft beschwerlichen Weges: „Beteiligung, Transparenz und die Einbeziehung aller gesellschaftlichen Gruppen im Stadtteil“, wie der frühere Quartiersentwickler Ludger Schmitz in seiner Laudatio vor dem Luruper Forum bilanzierte. Hinzufügen ließe sich: Sabine Tengeler will jeden einzelnen in Diskussionsprozesse einbeziehen, und sei er noch so dickköpfig.
Um Lurups Miteinander hat sich die Ausgezeichnete auch durch „Besser Streiten“ verdient gemacht: Dieses Projekt hat geholfen, Auseinandersetzungen im Konsens beizulegen. Den Konflikt mit den Mächtigen hat Sabine Tengeler nie gescheut, wenn sie ihn für richtig hielt. So gehörte sie zu den Kritikern der Schließung der Bücherhalle – und schuf als Reaktion darauf, gemeinsam mit Mitstreiterinnen wie Margret Roddis und Karin Gotsch, das Lese-Kultur-Café.
Das Gründungsmitglied des Luruper Forums – das auch seit 1999 in der Geschäftsführung arbeitet – hat solche Projekte in der Stadtteilzeitung „
Lurup im Blick“ begleitet. Allein für „Lurup im Blick“, so Ludger Schmitz, „hat sie den Kulturpreis verdient“.
Doch die Literaturwissenschaftlerin, die auch Gemeinwesenökonomie studiert hat, wurde mit dieser Ehrung unter anderem ebenfalls für die künstlerische Leitung der Stadtteilbühne geehrt, die sie seit 2009 inne hat. Die Stadtteilbühne führt zumeist Märchen auf, die auch für Erwachsene lehrreich sind. Und so ist für Luruper wie Hans-Jürgen Bardua klar: „Es ist so schön, dass wir solch eine Säule im Stadtteil haben – jemanden, der so steht wie Sabine Tengeler.“
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