Seit 50 Jahren in aller Munde...

Jede Woche sind fachlich interessierte Besucher aus aller Welt, Zahnärzte, Universitätsprofessoren oder Praxishelferinnen, zu Gast bei DMG. Einige sind überrascht, dass all das, was in der Welt von DMG bekannt ist, hier in der Elbgaustraße produziert wird. (Foto: pr)
 
Dr. Wolfgang Mühlbauer und Susanne Stegen sind die Geschäftsführer von DMG. (Foto: pr)

Vor Ort in Lurup kaum bekannt - dafür in der ganzen Welt: DMG erfindet und produziert, was Zahnärzte brauchen.

Was machen die da eigentlich? „Die da“ - das ist DMG, ein Unternehmen mit Sitz an der Elbgaustraße 248. Das feiert am 10. Mai seinen 50. Geburtstag.
An diesem Sonnabend können Interessierte ab 10 Uhr das Luruper Unternehmen an einem Tag der offenen Tür unter die Lupe nehmen.
DMG ist ein Unternehmen, das in der weiten Welt für seine Produkte, Ideen und Patente bekannter ist als in Lurup, wo es seine Ideen entwickelt und seine Produkte herstellt. Denn es ist eine einzige Berufsgruppe, deren Arbeit DMG perfektioniert und erleichtert: Zahnärzte. Zahnärzte von Norwegen bis Korea, von
Australien bis in die USA arbeiten mit Produkten aus Lurup. Das Wochenblatt hat Fragen gestellt. Geantwortet hat DMG-Sprecher Christian Lang.

Erklären Sie in einem Satz, was DMG macht?
Wir entwickeln und produzieren Materialien, die Sie beim Zahnarzt in den Mund bekommen. Zum Beispiel, um einen Abdruck zu machen. Oder um eine Krone zu befestigen. Oder ein Loch zu füllen.

Und wieso sind Sie in der ganzen Welt bekannt - in Lurup dagegen kaum?
Unsere Kunden sind die Zahnärzte und Zahntechniker. Der Patient kann das Ergebnis unserer Arbeit nicht kaufen oder selbst über die Anwendung entscheiden. Das tut der Zahnarzt. Der Name des Herstellers DMG ist für den Patienten nicht so entscheidend. Den kennen die Fachleute.

Sie arbeiten mit Chemie... mitten in Lurup. Ist das nicht gefährlich?
Nein. Die DMG Material-Gesellschaft ist nicht das, was man sich vielleicht unter einem „Chemie-Unternehmen“ vorstellt, mit rauchenden Schloten und einem dicken Gewirr metallisch-glänzender Röhren. Was hier produziert wird, landet im Mund der Patienten. Deshalb sind die DMG Materialien auch biokompatibel, von diversen Kontrollinstitutionen zertifiziert und werden auch nur in sehr geringen Mengen hergestellt.

Wie profitiere ich als Zahnarztpatient von den Dingen, die Ihr Unternehmen erfunden hat und herstellt?
In vielerlei Hinsicht. Zum Beispiel dadurch, dass ein Abdruck weniger unangenehm schmeckt. Eine Brücke besser hält. Ein Provisorium exakt passt. Oder Karies schonend bekämpft wird, bevor der Bohrer ran muss.

Bleiben Sie in Lurup?
Wir sind und bleiben in der Elbgaustraße und erweitern hier auch gerade. Auf dem Grundstück direkt nebenan, das unser langjähriger Nachbar „Hermes Schleifmittel“ verlässt.

Wie kommen Sie an die Zahnärzte in aller Welt?
Von Hamburg aus gehen unsere Dentalprodukte an exklusive Handelspartner in den einzelnen Ländern. Die verkaufen Sie dann an die Zahnärzte und Labors vor Ort.


Ist auch richtig mal was schiefgegangen?
Vor vielen Jahren sollte einmal auf einer Packung der Hinweis stehen „garantiert pulpa-freundlich“ (Pulpa = Zahnmark). Irrtümlich wurde das Gegenteil aufgedruckt: „garantiert pulpa-schädlich“. Keinem Kunden ist es aufgefallen. Fazit des Firmengründers Ernst Mühlbauer: Werbung wird überschätzt.

Wieviele Erfindungen haben Sie in den letzten 50 Jahren patentiert?
DMG hält über 100 internationale Patente.

Worauf sind Sie stolz?
Ganz generell: Dass die vom Vater gegründete Firma auch nach 50 Jahren gesund da steht. Was konkrete Projekte angeht: der Deutsche Innovationspreis für die schonende Kariesbehandlung mit dem Produkt „Icon“ war sicher ein Höhepunkt der Firmengeschichte.

Wo werden Ihre Produkte am Patienten getestet? Haben Sie eine eigene „Test-Zahnarztpraxis“ im Haus?
Nein, das geschieht im deutlich größeren und neutraleren Umfang durch Studien an Universitäten und umfangreiche „Fieldtests“ mit zahlreichen Zahnarztpraxen.

Bieten Sie Rundgänge an?
Die Öffentlichkeit laden wir zu speziellen Anlässen ein, wie jetzt zum Tag der offenen Tür am 10. Mai. Fachlich interessierte Besucher aus aller Welt, Zahnärzte, Universitätsprofessoren oder Praxishelferinnen haben wir eigentlich jede Woche zu Gast. Einige sind dann überrascht, dass all das, was in der Welt von DMG bekannt ist, hier in der Elbgaustraße produziert wird.


Zum Geburtstag wünschen Sie sich Ideen...
Wir werden diese Aktion voraussichtlich noch bis Ende August im Internet laufen lassen, eventuell auch noch etwas länger. Einige interessante „Geschenk-Ideen“ sind schon bei uns angekommen…
(www.dmg-dental.com/ideen)‎

Gibt es Projekte in Lurup, die DMG unterstützt?
Das gemeinnützige Engagement von DMG ist eher fach- als ortsgebunden. So unterstützen wir das Zahnmobil der Caritas. In Lurup selbst haben wir aber zum Beispiel der Freiwilligen Feuerwehr anlässlich ihres 80. Geburtstages bei deren Außendarstellung geholfen. Wenn Sie mal an der Wache im Stückweg / Ecke Luruper Hauptstraße vorbeikommen: Das große Wappenschild an der Wand hat die DMG Werbeabteilung gestaltet und produziert.

Bieten Sie Ausbildungsplätze an?
Ja, DMG bildet Industriekaufleute und Chemie-Laboranten/-innen aus.

Hat Ihr Geschäftsführer Dr. Wolfgang Mühlbauer, Sohn des DMG-Gründers, Angst vorm Zahnarzt?
Ganz klar: Nein.
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