„Schluss mit Kaputt in Lurup“

Um das Überleben des Stadtteilhauses Lurup mittel- und langfristig zu sichern, sind alle Unterstützer zu einem Aktionstag für den heutigen Mittwoch, 30. November, aufgerufen. Für diesen Tag des Protestes und Engagements mobilisieren auch Margret Roddis (l.), Geschäftsführerin des Stadtteilhauses Lurup, und Andrea Faber, Vorsitzende des Vereins „Böv 38“. Foto: da
Hamburg: Stadtteilhaus Lurup |

30. November: Aktionstag im Stadtteilhaus Lurup und Diskussion im Luruper Forum

Protest gegen Einsparungen: „Schluss mit Kaputt in Lurup“ – unter diesem Motto steht ein Aktionstag im Stadtteilhaus Lurup am Mittwoch, 30. November. Kinder, Jugendliche und Erwachsene protestieren dann gegen Einsparungen im Stadtteil. So werden an diesem Mittwoch Schüler aller Luruper Schulen im Stadtteilhaus, Böverstland 38, Bilder und Plakate malen sowie Flugblätter im Stadtteil verteilen. Auch Erwachsene sind für Mittwoch von 9 bis 18 Uhr in das Stadtteilkulturzentrum eingeladen. Dort kann jeder sagen, aufschreiben oder malen, was ihm in Lurup fehlt und was er sich für sein Quartier wünscht. Im Luruper Forum werden dann ab 19 Uhr die Ergebnisse des Aktionstages vorgestellt.
„Schluss mit Kaputt in Lurup“ lautet auch das Motto einer Dis-kussion, zu der die Fraktionsvorsitzenden der Bezirksversammlung Altona im Anschluss eingeladen sind. Der Anlass für den Aktionstag und die abendliche Diskussion ist die ungesicherte finanzielle Lage des Stadtteilhauses Lurup. „Der Aktionstag richtet sich aber auch gegen geplante Einsparungen bei anderen sozialen Einrichtungen“, erklärt Jutta Krüger, Vorsitzende des „Lichtwark-Forum Lurup“, dem Dachverband Luruper Institutionen.
Das Stadtteilhaus Lurup leidet in besonderer Weise unter dem Rotstift. So fallen ab Januar die Ein-Euro-Jobs weg. Eine gewisse finanzielle Entspannung scheint sich indes mittlerweile für das nächste Jahr anzudeuten. Dank Inititiativen vom Rot-Grün im Bezirk und der SPD auf Landesebene – die von Altonas CDU, Linken und FDP unterstützt werden – scheint das Überleben des Stadtteilhauses gesichert. Allerdings nur für das Jahr 2012. „Wir brauchen aber eine langfristig gesicherte Finanzierung des Stadtteilhauses“, fordert Jutta Krüger.
Das sieht Babette Dembski auch so. Die stellvertretende Leiterin der Stadtteilschule Lurup betont: „Wir brauchen die kulturellen und sozialen Angebote, die das Stadtteilhaus bietet.“ Viele Luruper könnten es sich beispielsweise nicht leisten, für Kulturveranstaltungen in die Innenstadt zu fahren. Lurups Aktive verweisen zudem auf Schließungen der vergangenen Jahre, beispielsweise der Bücherhalle oder der Ortsdienststelle.
Jutta Krüger warnt: „Wir sind in Lurup am Überlebenslimit.“ Auch für Andrea Faber, der Vorsitzenden des Vereins „Böv 38“, dem das Stadtteilhaus gehört, ist klar: „Das Stadtteilkulturzentrum braucht jährlich 50.000 Euro mehr an Zuschüssen.“
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