„Schlaue Ampeln“ müssen noch lernen

Infrarotkameras sollen den Gehweg abtasten und für besonders langsame Fußgänger die Grünphase verlängern. Klappt aber noch nicht. (Foto: jbd)

Eidelstedter Platz: Längere Grünphase klappt noch nicht

Von Jasmin Bannan, Eidelstedt

Klang gut: Ampeln an den Fußgängerüberwegen vom Busbahnhof zu Dello und über die Holsteiner Chaussee sollten dank neuer Technik die Grünphase für Fußgänger verlängern. Das Prinzip: Per Infrarot-Sensor erkennen die Geräte, wenn besonders langsame Fußgänger die Straße überqueren – und geben diesen dann mehr Zeit. Soweit die Theorie.
Der Praxistest einiger aufmerksamer Wochenblatt-Leser ergab: Das funktioniert gar nicht. „Als wir auf der Mitte der Fahrbahn ankamen, sprang die Ampel plötzlich auf Rot“, schrieb zum Beispiel ein Paar aus Eidelstedt. Was ist da los? Michael Bahr vom Landesbetrieb Straßen, Brücken und Gewässer erklärte auf Anfrage des Elbe Wochenblatts: „Am Eidelstedter Platz steht noch eine Feinanpassung aus, die auch die beschriebene Fußgängerverlängerung betrifft. Die Realisierung hängt davon ab, wann HHVA (ehemals Vattenfall) Zeit hat.“
Weiterhin sollten alle Fußgänger den Rat von Peter Schreiber (SPD), Vorsitzender des Verkehrsausschusses, beherzigen: „Es ist am sichersten, noch ein paar Sekunden bis zur nächsten vollen Grünphase zu warten, bis man ganz sicher ist, das Fußgängergrün voll ausschöpfen zu können.“
Die Ampeln müssen erst noch lernen.
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