Pop-Studio nicht nur für Kirchenmusiker

Herren über 1.000 Tasten und Knöpfe: die Tontechniker Jan Kessler (li.) und Philip Herberger. Foto: cvs
Hamburg: Popularmusikzentrum |

Demo-Songs, CDs und Hörbücher: neues Popularmusikzentrum

von Christopher v. Savigny

Der Popchor der Gemeinde möchte ein Demoband aufnehmen? Kirchenmusiker wollen sich beruflich weiterbilden? Dieses und noch viel mehr bietet das neue Tonstudio des Kirchenkreises Nordelbien, das jetzt in Lurup seine Pforten geöffnet hat. Untergebracht ist das „Popularmusikzentrum“, so der offizielle Name, im Gemeindehaus der Kirche „Zu den zwölf Aposteln“, das für 200.000 Euro musikgerecht umgebaut wurde. „Ich freue mich, dass unsere Räume nun wieder mit Leben gefüllt werden“, sagt Gemeindepastorin Britta Goerke.
Im Kern besteht das neue Tonstudio am Ammernweg 56 aus einem Aufnahme- und einem Technikraum, die durch ein di-ckes Schallschutzfenster voneinander getrennt sind. Auch der 50 Quadratmeter große Aufnahmeraum wurde mit speziellen Fens-tern zur Straße hin abgedichtet, damit keine Fremdgeräusche stören können. Gängige Instrumente wie Keyboard, Schlagzeug, E- und Bassgitarren sowie diverse Percussioninstrumente sind vorhanden.
Für den Technikraum wurde eine 50.000 Euro teure Mischpultanlage angeschafft. Die Möglichkeiten reichen vom ersten Demo-Song bis zur kompletten CD-Produktion, vom Sprechtext bis zum Hörspiel oder Hörbuch, vom Stereo-Live-Mitschnitt bis hin zum professionellen Mehrspur-Konzertmitschnitt. „Prinzipiell kann den Raum jeder nutzen“, sagt Tonstudioleiter Hartmut Naumann. „Für kirchliche Gruppen gibt es Sondertarife.“ Naumann bietet vor Ort auch Trommel- und Chorworkshops, Groove-Trainings sowie C-Kurse für Popularmusiker an. Zwei Tontechniker unterstützen ihn bei seiner Arbeit.
Von 1992 bis 2011 gehörte das Popularmusikzentrum zum Fachbereich Jugendarbeit und hatte seinen Sitz in Plön. Nach dem Umzug wurde eine eigene Abteilung daraus. „Popularmusik ist nicht nur Teil der Jugendkultur, sondern gehört zur Kirche überhaupt“, begründet Hans-Jürgen Wulf, Landeskirchenmusikdirektor für Nordelbien, die Entscheidung für die Trennung.
Das Luruper Studio soll künftig popinteressierte Kirchenmusiker aus ganz Schleswig-Holstein aufnehmen – nach der erwarteteten Fusion zur Nordkirche würde nächstes Jahr auch noch Mecklenburg-Vorpommern hinzukommen.

Kontakt
Popularmusikzentrum
Ammernweg 56
Tel. 84 00 22 32
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