Plötzlicher Geldregen für das Stadtteilhaus Lurup?

Rund 140.000 Euro würde der Bezirk Altona im nächsten Jahr durch die Erhöhung der Mittel für Stadtteilkulturhäuser bekommen, den die SPD-Bürgerschaftsfraktion beantragt. Foto: da
Hamburg: Lurup |

SPD-Bürgerschaftsfraktion will mehr Geld für Stadtteilkultur – dies soll auch Lurup helfen

Überraschende Wende im Kampf um den Erhalt des Stadtteilhauses Lurup: Die SPD-Bürgerschaftsfraktion will in den Haushaltsverhandlungen der nächsten Wochen beantragen, für den Betrieb der Stadtteilkulturhäuser eine Million Euro zusätzlich bereitzustellen. Der Bezirk Altona würde entsprechend seiner Einwohnerzahl rund 140.000 Euro bekommen, so der Luruper SPD-Bürgerschaftsabgeordnete Frank Schmitt.
Zwar wird das Bezirksamt Altona in Abstimmung mit der Bezirksversammlung über die Verteilung des Geldsegens entscheiden, doch Frank Schmitt macht Druck zugunsten des Stadteilhauses Lurup. „Ich erwarte vom Bezirk“, so Frank Schmitt, „dass er mit dem Geld in erster Linie das Böv 38 in Lurup unterstützt, damit das Stadtteilkulturhaus am Böverstland seine wertvolle Arbeit für die Menschen in Lurup auch im kommenden Jahr wie gewohnt aufrecht erhalten kann.“
Der „Feuerwehrfonds“ soll bis 2012 befristet sein. Diese Zeit solle genutzt werden, um das Stadtteilhaus in „eine auskömmliche Regelfinanzierung“ aufzunehmen, fordert der Sozialdemokrat.
Für dieses Ziel haben zuletzt Dutzende Luruper auf der Bezirksversammlung Altona Druck gemacht. Schließlich verliert das Stadtteilhaus unter anderem die wichtigen Ein-Euro-Kräfte. Zudem kann der Betreiber des Stadtteilhauses, der Verein Böv 38, nicht mehr massiv Geld für die Arbeit des Hauses aufbringen. Und so ist für Lurups Aktive klar: Zusätzlich zu den 38.000 Euro, die das Haus jährlich von der Stadt bekommt, „brauchen wir mindestens 50.000 Euro im Jahr“, erläutert Sabine Tengeler vom Luruper Forum.
Den sich ankündigenden Geldsegen für 2012 begrüßt auch die CDU. „Das ist eine gute Entscheidung der SPD-Bürgerschaftsfraktion“, sagt CDU-Bezirksfraktionschef Uwe Szczesny. Seine Fraktion werde sich – wie von Schmitt befürwortet – ebenfalls dafür einsetzen, dass das Stadtteilhaus Lurup den Löwenanteil der zusätzlichen Mittel bekommt. Zudem befürwortet Uwe Szczesny eine dauerhaft höhere Finanzaustattung des Stadtteilhauses Lurup.
Sabine Tengeler freut sich ebenfalls über das angekündigte Geld, sagt aber auch leicht skeptisch: „Ich hoffe, dass das Geld auch im Stadtteilhaus Lurup ankommt.“
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