Olaf Scholz im Gespräch – mit 400 Bürgern

„Ich werde jede Frage beantworten.“ Olaf Scholz (li.) zeigte sich als guter Zuhörer und Moderator. Foto: cvs
Hamburg: Forum Lurup |

Großes Interesse beim Besuch des Bürgermeisters in Lurup

von Christopher von Savigny

Wenn der Bürgermeister nach Lurup kommt, strömen die Menschen in Scharen: Rund 400 Zuhörer bevölkerten letzte Woche die Mehrzweck- halle „Forum“ auf dem Gelände des Goethe-Gymnasiums, um Olaf Scholz zu sehen. Mit der Veranstaltungsreihe „Olaf Scholz im Gespräch“ will der SPD-Mann an die Stadtteilgespräche anknüpfen, die er bereits als Bundestagsabgeordneter regelmäßig angeboten hat. Begleitet wurde Scholz von den örtlichen SPD-Bürgerschaftsabgeordneten Anne Krischok und Frank Schmitt.
Seit einem Jahr ist Olaf Scholz im Amt. Für eine Bilanz seiner Regierungszeit scheint es noch zu früh – jedenfalls spricht der Bürgermeister lieber über seine Pläne. „Dass Hamburg Schulden macht, kann nicht die nächsten 20, 30 Jahre so weitergehen“, nennt er als einen Schwerpunkt und verspricht, dass der Senat ab 2020 nur so viel ausgeben werde, wie er einnehme. Auch beim Wohnungsbau gibt es eine klare Vorgabe: 6.000 neue Wohnungen pro Jahr, ein Drittel davon sozial gefördert. Die Bezirke sollen kräftig mitarbeiten, indem sie Baugrundstücke vorschlagen.
Als der Bürgermeister über Bildungspolitik spricht, sieht er sich Protesten ausgesetzt: Jugendliche kritisierten auf Plakaten geplante Einsparungen in der Jugendhilfe.
Trotz eines gewissen Gegenwindes von einigen Besuchern des Abends: Für Fragen – und auch für persönliche Gespräche – nimmt sich Scholz viel Zeit. Es geht um die Verlängerung des Holstenkamps und um das Thema Öffentlicher Nahverkehr. Sabine Tengeler vom Luruper Forum fordert mehr Geld für das Stadtteilhaus am Böverstland. „Ende des Jahres läuft die Unterstützung aus, wir wissen nicht, wie es weitergeht“, sagt sie. Scholz verweist auf die Zuständigkeit der Bezirke. „Man sollte überlegen, im Stadtteil verankerte Angebote besser zu fördern“, sagt er zum Schluss – und verspricht, wiederzukommen. „Aber nicht erst in vier Jahren!“
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