„Öko-Ranger“ gegen CO2

Die Schülerinnen Mina Becke (2. v. l.) und Laura Fritschen (3. v. l.) vom Goethe-Gymnasium durften bei der Auszeichnung zur Klimaschule 2013/2014 neben Umweltsenatorin Jutta Blankau (SPD) stehen. Foto: pr
Hamburg: Goethe-Gymnasium |

Goethe-Gymnasium und Fridtjof-Nansen-Schule jetzt „Klimaschule“

Reinhard Schwarz, Lurup
Mit Stoßlüften für den Klimaschutz: Zwei Luruper Schulen wurden von Umweltsenatorin Jutta Blankau für ihr Engagement bei der Reduzierung des Kohlendioxidausstoßes als „Klimaschule 2013/2014“ ausgezeichnet. Das Goethe-Gymnasium und die Fridtjof-Nansen-Schule dürfen für zwei Jahre diesen Titel zusammen mit 23 weiteren Hamburger Schulen tragen. Doch bevor Schüler und Lehrer über den Titel jubeln konnten, war eine große Vorarbeit notwendig, schildert Timm Carstens, Klimaschutzbeauftragter des Goethe-Gymnasiums: „Die Schule musste einen Klimaschutzplan erstellen.“
Der elfseitige Plan umfasst mehrere Handlungsfelder wie etwa zum Thema „Wärme“, „Strom“, „Abfall“ und „Beschaffung“. In zahlreichen Tabellen wird aufgelistet, was Schüler, Lehrer und Eltern zur CO2-Reduzierung beitragen können. So sollen Schüler als „Öko-Ranger“ dafür sorgen, dass im Winter die Klassenzimmer nur (kurzzeitig) stoßgelüftet werden, um Energie zu sparen. Geplante CO2-Reduzierung in 2013: 9.000 Kilo.
Weitere Maßnahme: Im September wurden die einfachverglasten Fenster der Pausenhalle durch Energiesparfenster ersetzt. Geplante CO2-Reduzierung in 2013: 2.000 Kilo. Carstens: „Das Ziel besteht darin, bis 2020 den CO2-Ausstoß an unserer Schule um 40 Prozent zu reduzieren, bezogen auf das Jahr 2007.“
Auch die Fridtjof-Nansen-Schule hat sich in ihrem Klimaschutzplan ehrgeizige Ziele gesetzt. „Unser Ziel ist es, durch Maßnahmen technischer und pädagogischer Art bereits mittelfristig die CO2-Emissionen um 27,8 Prozent zu vermindern“, erklärte Martin Kelpe, einer der beiden Klimaschutzbeauftragten. Auch hier steht das „Stoßlüften“ ganz oben auf dem Programm, doch auch andere Maßnahmen wie die Isolierung von Heizungsrohren oder die Installation von Thermostaten an den Heizkörpern sind geplant. Zudem will die Schule mit Aktionen wie „Zu Fuß zur Schule“ die Eltern animieren, den Schulweg ohne Auto
zurückzulegen.

Geld für umweltfreundliche Schulen
Der Schuleinsatz für den Klimaschutz zahlt sich auch in klingender Münze aus: zum einen durch die erzielten Einsparungen, die zu 50 Prozent an die Schulen zurückfließen, zum andern gab es je 1.000 Euro von der Umweltbehörde. Timm Carstens, Klimaschutzbeauftragter des Goethe-Gymnasiums: „Das Geld ist für ein zweckgebundenes Projekt bestimmt, darüber wurde noch nicht entschieden.“ rs
 auf anderen WebseitenSenden
Schon dabei? Hier anmelden!
Schreiben Sie einen Kommentar zum Beitrag:
Spam und Eigenwerbung sind nicht gestattet.
Mehr dazu in unserem Verhaltenskodex.