Neubau Stadtteilschule: Fragen, Fakten, Zahlen

Leere Stuhlreihen... eine Infoveranstaltung zum Neubau der Stadtteilschule Lurup und den damit einhergehenden Veränderungen interessierte nur etwa 60 Leute.

Viel Neues zwischen Flurstraße und Luruper Hauptstraße.

Die Stadtteilschule Lurup, bisher auf mehrere Standorte verteilt, soll an der Luruper Hauptstraße zu einer großen Schule zusammengeführt werden. Dafür muss dort, neben den schon bestehenden Bauten, neu gebaut werden. Altonas Politik hatte am vergangenen Mittwoch Anwohner und Interessierte zu einer Anhörung in die Aula gebeten. Vertreter der Schul- und der Finanzbehörde sowie aus dem Bezirksamt standen Rede und Antwort.
Das Interesse der Bevölkerung?
Mau. Etwa 60 Personen waren gekommen, ganze Stuhlreihen blieben leer.
Warum soll die Stadtteilschule Lurup umorganisiert werden?
1. Weil es für den Schulbetrieb besser ist. 2. Weil hier, direkt neben dem kommerziellen Mittelpunkt (Lurup Center) das nichtkommerzielle Zentrum des Stadtteils entstehen soll. Neudeutsch: eine „Community-School“, deren Räume auch für außerschulische kulturelle und sportliche Angebote genutzt werden.
Wie groß wird der Neubau?
Er wird 36 Klassen Platz bieten: sechs Jahrgänge, sechszügig. Dazu Räume für Essen, Ganztagsbetreuung, Fachräume, Saal mit Theaterbühne, und genug Hallenflächen, dass vier Klassen gleichzeitig Sportunterricht haben können.
Wer entscheidet, wie der Neubau aussieht?
Es wird einen Architektenwettbewerb geben. In der Jury: Vertreter aus Behörden und Bezirk sowie Luruper Anwohner.
Wo entsteht der Neubau?
Auf dem jetzigen Sportplatz des SV Lurup.
Und was macht der SV Lurup?
Der zieht mit dem Sportplatz an den Vorhornweg, bleibt aber mit Vereinsheim, Kleinfeldplatz und Kita bei der Schule.
Wie sieht der Zeitplan aus?
Ende dieses Jahres soll der Architektenwettbewerb abgeschlossen sein. Zuerst zieht der Sportplatz um. 2015/2016 Baustart. Start der Schule: Schuljahr 2018/2019.
Zahlen und Kosten?
Der Schulneubau wird inklusive Schulhof auf einer Fläche von 11.900 Quadratmeter gebaut, das umfasst 4.500 Quadratmeter Schulhof. Kosten: im zweistelligen Millionenbereich. Das ist finanziert, zahlt die Schulbehörde.
4,5 Millionen Euro muss die Stadt für den Bau des neuen Sportparks vom SV Lurup zahlen. Das Geld holt sie zum Teil wieder rein durch den Verkauf von 9.600 Quadratmetern, die beim Schulneubau „übrigbleiben“. Auf diesem Gelände sollen etwa 30 Einfamilienhäuser entstehen.
Forderungen und Sorgen der Anwohner?
1. Das Wäldchen an der südwestlichen Ecke des jetzigen Sportplatzes muss unbedingt erhalten bleiben.
2. Eine Wohnbebauung wird abgelehnt. Man sollte die 9.600 Quadratmeter nicht verkaufen, sondern dem Schulgelände zuschlagen, damit die Kinder mehr Auslauf haben. Eventuell wird die Fläche zukünftig ja auch als Erweiterungsfläche gebraucht.
3. Neue Häuser und eine große Zahl neuer Schüler - das verkraften die angrenzenden Straßen nicht. Ordentliche Verkehrsplanung ist Voraussetzung – und die Radwege müssen besser werden!
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