Mieter haben Angst vor Dreck und Staub

Mieter Lutz Kröpke fühlt sich nicht ausreichend über die bevorstehende Sanierung informiert. Foto: cvs
Hamburg: BVE, Ueckerstraße |

BVE saniert Häuser in der Ueckerstraße – nicht alle fühlen sich ausreichend informiert

Ch. v. Savigny, Lurup
Die gute Nachricht vorweg: In diesen Tagen beginnen die Sanierungsarbeiten an den Hochhäusern in der Ueckerstraße 38-44. Fassaden, Dächer und Keller-
decken der 60er-Jahre-Bauten sollen gedämmt werden, die Fenster werden gegen moderne Energiesparfenster ausgetauscht. Eine der wichtigsten Maßnahmen soll der Einbau einer kontrollierten Wohnraumbelüftung sein. Mieter hatten in der Vergangenheit über Feuchtigkeit und Schimmel geklagt. Die Sanierung soll im nächsten Jahr abgeschlossen sein.
Auch Mieter Lutz Kröpke freut sich, dass es endlich losgeht. Doch in ihm rumort gleichzeitig der Ärger über den Vermieter, den Bauverein der Elbgemeinden (BVE). „Man wird gar nicht richtig informiert“, schimpft Kröpke. Wie andere Bewohner hatte Kröpke in den vergangenen Jahren mit Schimmel an Wänden, Decken und unter dem Bodenbelag zu kämpfen. Nur dadurch, dass er ordentlich einheizt, bekommt er das Problem einigermaßen in den Griff. Mit der Sanierung soll jetzt auch die Ursache – Feuchtigkeit und mangelnde Belüftung – abgestellt werden.
Das Problem: Kröpke ist gehbehindert und daher besonders auf seinen eigenen vier Wände angewiesen. „Ich mache mir Sorgen wegen Dreck und Staub“, sagt er. „Kann ich überhaupt hier wohnen bleiben?“ Der BVE sagt ja: „Für die Modernisierungsmaßnahmen im Bereich der Haustechnik ist voraussichtlich an vier Tagen ein Zutritt zur Wohnung notwendig“, so die Auskunft von BVE-Sprecher Sönke Petersen. Für den Austausch der Fenster und für die Malerarbeiten würden noch einmal zwei Tage angesetzt. „Grundsätzlich stimmen wir die Termine mit den Bewohnern ab und nehmen auch Rücksicht auf persönliche Wünsche“, so Sprecher Sönke Petersen.
Dennoch rät der Mieterverein zu Hamburg den Anwohnern, sich zu mobilisieren: „Wir beraten dort rund zehn Kunden, die etwas älter sind oder körperliche Probleme haben“, sagt Mieteranwalt Rolf Bosse. „In diesen Fällen sollte der BVE über Ersatz-wohnungen nachdenken.“
Der Bauverein der Elbgemeinden ist grundsätzlich zu Gesprächen bereit. „In Fällen wie bei Herrn Kröpke kommen wir auch in die Wohnung“, sagt Sprecher Sönke Petersen.
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