„Luruper Pute“: Was ist das denn?

Auch von ihm lernten die Schüler eine Menge: Profikoch Franz Emmendorfer, hier zusammen mit Pelin Gökay (15, vorne l.), Tobias Martini (16), Rafaela Ockert (16) und Leonie Seidemann (14, v. l.). Das Team servierte den Gästen der Kochbuch-Präsentation ein Gericht mit Reis und Gemüse. Foto: rs
Hamburg: Stadtteilschule Lurup |

Lawaetz-Stiftung veröffentlicht Kochbuch mit vielen Rezepten – Cornelia Poletto gab Tipps

Reinhard Schwarz, Lurup/Neumühlen
Luruper Pute“, „Eidelstedter Schnitzelstängelchen“, „Schnelsener Käsebeutel“ – ungewöhnliche Namen für Gerichte finden sich in einem Kochbuch, das Luruper Schüler erstellt haben. Die Schüler der Stadtteilschule Lurup hatten sich immer wieder an den Herd gestellt, um neue Rezepte zu kreieren oder alte zu variieren. Kochprofi Franz Emmendorfer stand ihnen zur Seite – wie auch Star-Köchin Cornelia Poletto. Ergebnis: Ein Kochbuch mit dem Titel „Yes we can… kochen“ – „Ja, wir können… kochen“.
Jüngst wurde das Buch gemeinsam mit Schirmherrin Cornelia Poletto im Haus der Lawaetz-Stiftung vorgestellt. Die Gourmet-Köchin gab während des Projekts Profi-Tipps, zeigte Küchenkniffe – und steuerte Rezepte zum Buch bei.
„Es handelt sich um eines von acht Schülerprojekten im Rahmen des Projekts „Agenten in Lurup für Ausbildung“ (ALFA), das wir unter professioneller Anleitung umgesetzt haben“, so Frauke Müller vom Job Club Altona der Lawaetz-Stiftung. Gefördert wird ALFA vom Europäischen Sozialfonds und vom Bundesverkehrsministerium. Ziel sei die „berufliche Integration“ der Schüler, so die Projektbeschreibung – die Jugendlichen sollen eine Ausbildung entsprechend ihren Begabungen und Wünschen finden.
Pelin Gökay (15) könnte sich vorstellen, Köchin zu werden: „Mein erster Berufswunsch ist eigentlich Raumausstatterin, wenn das nicht funktioniert, kann ich mir Köchin schon als Beruf vorstellen.“ Pelin Gökay entwickelte zusammen mit zwei Mitschülerinnen das Rezept für Linsenfrikadellen (türkisch: Köfte).
Andere wissen allerdings jetzt schon, dass das nicht der richtige Job für sie ist, wie etwa Alexander Bingöl (16), der ein mehrwöchiges Praktikum in der Küche eines Hotels absolvierte: „Das hat mir nicht gefallen, ich fand es sehr anstrengend.“ Als Hobby könne er sich Kochen aber vorstellen, so Alexander, der ursprünglich eine Crème brulée kreieren wollte, sich dann aber an Eidelstedter Schnitzelstängelchen (Spargel mit Putenschnitzel) versuchte.
Conelia Poletto freute sich derweil über die Arbeit mit den Luruper Jugendlichen: „Ich hoffe, ich konnte etwas an die Schülerinnen und Schüler weitergeben und dem einen oder anderen vielleicht sogar den Beruf Koch schmackhaft machen.“
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